• Sa. 29.06.
  • 20.30 Uhr
  • Bremen
    ·Knoops Park

Sommer in Lesmona – Großes Orchesterkonzert

Klassik-Sommer-Freiluft-Vergnügen

Beginn 20.30 Uhr, Einlass 18.30 Uhr
Weitere Informationen finden Sie hier.

Ray Lema ist eine der wichtigsten afrikanischen Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Am Festival-Samstag nimmt der im Kongo geborene und in Paris lebende Multiinstrumentalist das Publikum mit auf eine einzigartige Weltmusikreise und segelt dabei durch die unterschiedlichen Stile von Jazz bis Funk sowie von klassischer Musik bis Rock, die sich mit traditionellen afrikanischen Rhythmen verbinden. Zusammen mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen und unter der Leitung des US-amerikanischen Dirigenten Joshua Weilerstein wächst bei diesem mitreißenden Crossover-Konzert die Welt ein Stück zusammen – darüber der nächtliche Bremer Himmel.

Open-Air-Filmnacht

ca. 22.30 Uhr
Sommer in Lesmona‹ – der Kult-Film mit Katja Riemann

Programm

    • Grazyna Bacewicz (1909–1969)
    • Ouvertüre
    • Ray Lema (*1946)
    • Matongué
    • Igor Strawinsky (1882–1971)
    • "Der Feuervogel" Suite 1919: Höllentanz des Königs Kastschej, Berceuse und Finale
    • Ray Lema
    • Gave me Hell
    • Johannes Brahms (1833–1897)
    • Symphony No. 3 in F-Dur op. 90: III. Poco allegretto
    • Ray Lema
    • Gaia
    • Bernard Herrmann (1911–1975)
    • Love Scene (aus dem Film ›Vertigo‹)
    • Ray Lema
    • Nancy's Jive

Ray Lema

Ray Lema zählt zu den bemerkenswertesten Musikern der Weltmusik-Szene und verbindet in seiner Musik Klassik und Jazz, Weltmusik und Rock. Der im Kongo geborene Musiker studierte zunächst klassisches Piano in einem katholischen Seminar in der Hauptstadt Kinshasa, bevor er außerdem – als Fan von Jimi Hendrix, Eric Clapton und den Beatles – zur Gitarre griff. Bei Auftritten in den Clubs von Kinshasa begleitete er Musiker wie Tabu Ley Rochereau, Abeti und Papa Wemba am Keyboard. 1974 bereiste er als Leiter des Nationaltheaters von Zaire das Land, um die Musik der über 250 einheimischen Volksgruppen aufzunehmen, zu studieren und, in Vorbereitung für die Gründung des Nationalballetts von Zaire, Talente zu suchen.

Einige Jahre später gründete Ray Lema die Fusion-Gruppe Ya Tupas. Aufgrund eines Auftrittsverbot unter dem Diktator Mobutu Sese Seko, ging Lema Ende der 1970er Jahre in die USA, studierte dort Aufnahmetechnik und widmete sich dem Mix amerikanischer Musikstile. 1979 erhielt er dafür ein Rockefeller-Stipendium. Seit Anfang der 1980er Jahre lebt der Musiker in Europa, heute in Paris. Lema ist in erster Linie Pianist aber auch Multiinstrumentalist spielt vor allem Klavier aber auch Schlagzeug, häufig in den komplexen vielfältigen Rhythmen seiner Heimat, die er mit europäischer Harmonik mischt. Seine Alben verschafften ihm international größere Aufmerksamkeit. Zudem komponiert Lema Musik für Film- und Theater und größere Konzertprojekte, wie etwa eine Show von Alain Laugenie über Arthur Rimbaud.

Dirigent

Joshua Weilerstein

Derzeit ist Joshua Weilerstein Künstlerischer Leiter des Orchestre de Chambre de Lausanne und darüber hinaus ein gefragter Gast-Dirigent mit einer international erfolgreichen Karriere in ganz Europa und in den USA. Dabei ist er bekannt für die Klarheit seines musikalischen Ausdrucks, seine ungezwungene Art und tiefe natürliche Musikalität. 2009 gewann der junge Dirigent beim bedeutenden Malko-Wettbewerb sowohl den Ersten Preis als auch den Publikumspreis, woraufhin ihm eine Stelle als Assistant Conductor bei den New Yorker Philharmonikern angeboten wurde. Im Juli 2017 gab Weilerstein sein Debüt bei den BBC Proms. Auch in diesem Sommer wird er zu dem berühmten Festival zurückkehren.

Neben weiteren spannenden Debüts in der Saison 2017/18 – unter anderem mit den Bamberger Symphonikern – setzt er seine Zusammenarbeit mit einigen namhaften Orchestern wie dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem Swedish Chamber Orchestra oder dem Orchestre Philharmonique de Radio France fort. In diesem Sommer reist Joshua Weilerstein zudem erneut nach Australien, um das West Australia Symphony Orchestra und das Melbourne Symphony Orchestra zu dirigieren. Seinen großen Enthusiasmus für ein breites Repertoire – von traditionell bis zeitgenössisch – verbindet der Musiker mit dem Ehrgeiz, auch ein neues Publikum in den Konzertsaal zu locken. Weilersteins besonderes Engagement gilt daher der musikalischen Bildung und dem kontinuierlichen, lebendigen Dialog zwischen Musiker und Publikum. Als Gastgeber des erfolgreichen Klassik-Podcasts ›Sticky Notes‹ richtet er sich dabei an Musikliebhaber und Newcomer gleichermaßen.