Zukunftslabor

Potenziale entfalten durch Musik

Die Entscheidung für die Gesamtschule Bremen-Ost als Probendomizil war einer der folgenreichsten Schritte in der Orchestergeschichte. Mit großem persönlichem Engagement widmen sich die Orchestermitglieder seitdem den gemeinsamen Projekten mit der Gesamtschule Bremen-Ost, die das Ziel haben, individuelles Wachstum und Selbstbewusstsein mittels Musik zu fördern – in einem benachteiligten Stadtteil mit großen sozialen Herausforderungen.

Seit über zehn Jahren bilden Orchester, Schule und Stadtteil die Keimzelle des Zukunftslabors. Musikvermittlung wird als Beziehungsarbeit verstanden. Orchestermitglieder, Schüler, Lehrkräfte, Eltern, sowie die multinationalen Bewohner des von Hochhäusern geprägten Osterholz-Tenever treffen im Alltag oder in Projekten und auf unterschiedlichen Ebenen aufeinander.

Die einzigartige Zusammenarbeit von Schule und Orchester wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, unter anderem 2007 mit dem Zukunftsaward als beste soziale Innovation. 2009 wurde das Zukunftslabor vom Staatsminister für Kultur zum Modellprojekt ernannt.

Motor für Entwicklung

Zukunft macht Schule

Das Zukunftslabor fördert die Entwicklung individueller Potentiale durch Musik und möchte jungen Menschen neue Perspektiven vermitteln. Umgesetzt werden die Projekte der ästhetischen Bildung mitten in einem Bremer Stadtteil mit großer Kinderarmut und Bildungsbenachteiligung. Neben Projekten wie der ›Stadtteil-Oper‹, der ›Melodie des Lebens‹ und dem ›Club 443 Hz‹ gehören auch zahlreiche kleinere Begegnungen in Flur und Mensa, aber auch regelmäßige Probenbesuche oder die Zusammenarbeit mit den Streicher- und Bläserklassen zum Schul- und Orchesteralltag.

Seit 2015 ist das Zukunftslabor Teil des bundesweiten Programms ›Kunstlabor Musik‹, gefördert durch MUTIK gGmbH, gefördert durch die Stiftung Mercator. Insgesamt fünf Labore – Tanz, Literatur, Theater, Bildende Kunst und Musik – sind an dem Programm beteiligt. Das Ziel: gemeinsam künstlerische Formate und Methoden von hoher Qualität als probate Angebote an Schulen zu entwickeln. Das wertvolle Erfahrungswissen wird gesammelt, aufbereitet und in Form von Praxismaterialien für andere Schulen zugänglich gemacht. So trägt das ›Kunstlabor Musik‹ nachhaltig dazu bei, dass kulturelle Bildung allen Schülern auf qualitativ hohem Niveau ermöglicht werden kann.

Alles auf einen Blick

Die aktuelle Zukunftslabor-Broschüre zum Download.

Die Zukunftslabor-Formate

Gemeinsam produktiv

Unablässig sprudeln die Ideen im Zukunftslabor der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen und bringen die unterschiedlichsten Formate der ästhetischen Bildung hervor. Neben Konzert- und Probenbesuchen, Patenschaften zwischen Klassen und einzelnen Musikern, gibt es die gemeinsamen Showreihen ›Melodie des Lebens‹ und ›Club 443 Hz‹. Den Gipfelpunkt bildet die mittlerweile legendäre ›Stadtteil-Oper‹.

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Kunstlabore

Wissensschätze für kreative Bildung

Von 2015–2019 war das Zukunftslabor Teil des bundesweiten Förderprogramms Kunstlabore der MUTIK gGmbH, gefördert durch die Stiftung Mercator. Als eines von fünf aus allen Kunstsparten auserwählten Laboren, bekam das Zukunftslabor die Möglichkeit, die eigenen Arbeitsprinzipien so zu erforschen und aufzuarbeiten, sodass sie von anderen Schulen in die eigene Praxis übertragen werden können.

Das Ziel des Programms: die Entwicklung von Formaten und Methoden für die Umsetzung künstlerischer Angebote an Schulen in hoher Qualität. Die dabei entstandene gewährt tiefe Einblicke in die Arbeit des Zukunftslabors. Sie stellt hilfreiche Praxismaterialien und digitale Inhalte zur Verfügung, in die die vielfältige Erfahrung und wertvolles Wissen eingeflossen sind.

In einigen sogenannten Transferschulen wurden die Formate erprobt und lokal adaptiert, so beispielsweise in Frankfurt a. M. und Bad Kissingen. Die Gelingensbedingungen des Bremer Erfolgsmodells werden damit greifbar. Auf diese Weise kann sich ein großes Spektrum an Nachahmern auch weiterhin vom Zukunftslabor inspirieren lassen.

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Future Lab Tunisia

Vom Zukunftslabor zum Future Lab

Inspiriert durch den Erfolg in Bremen, entwickelt das Zukunftslabor in Kooperation mit der Kamel Lazaar Foundation seit 2017 das Future Lab Tunisia – ein Zukunftslabor nach Bremer Modell in Tunesien. Damit schaffen die Musiker*innen der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen das erste Mal eine Übertragung ihres Experiments in eine gänzlich andere kulturelle Situation.

Zum Future Lab Tunisia

Vorbildhaft

Modellfall für eine erfolgreiche Zukunft

Im Rahmen des Zukunftslabors gibt Die Deutsche Kammer­philharmonie Bremen ihr ökonomisches Erfolgskonzept an Wirtschaftsunternehmen weiter. Das vom Orchester entwickelte ›5 Sekunden-Modell‹ ist ein Training für Manager, das den Erfolg des Orchesters als Hochleistungsteam für Führungskräfte erfahrbar macht. Erste größere Dax-Unternehmen haben die ›5 Sekunden‹ bereits in ihren Arbeitsalltag integriert.

Die künstlerische Initiative und das soziale Engagement Der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen wurden vielfach ausgezeichnet – bereits zwei Jahre nach seiner Eröffnung erklärte der Kulturstaatsminister Bernd Neumann das Zukunftslabor zum bundesweiten Modellprojekt im Bereich Kulturelle Bildung. Die Einrichtung erhielt unter anderem den Zukunftsaward, den Echo Klassik für Nachwuchsförderung, den Vision Award und den Würth Preis der Jeunesse Musicale Deutschland (2014).

Partizipatives Musiktheater

Eines für alle

Im Jahr 2017 richtete das Zukunftslabor eine Internationale Akademie zum Thema Partizipatives Musiktheater aus. Ausgewählte Vertreter von Kultur- und Bildungsinstitutionen, Künstler und Wissenschaftler werden mit einem Hospitations- und Reisestipendium gefördert. Das Prinzip der ›Stadtteil-Oper‹ hat sich im letzten Jahrzehnt als konsequente Form innerhalb des partizipativen Musiktheaters etabliert: In diesem neuen Genre werden alle Aspekte eines gesamtgesellschaftlich ausgerichteten Kulturbegriffs vereint. Die Akademie hat zum Ziel, die interdisziplinären Teilbereiche und ihren Wirkungsmechanismus für interessierte Institutionen erlebbar und übertragbar zu machen.

Internationale Akademie für Partizipatives Musiktheater (PDF)

Motor für Entwicklung

Zukunft macht Schule

Das Zukunftslabor fördert die Entwicklung individueller Potentiale durch Musik und möchte jungen Menschen neue Perspektiven vermitteln. Umgesetzt werden die Projekte der ästhetischen Bildung mitten in einem Bremer Stadtteil mit großer Kinderarmut und Bildungsbenachteiligung. Neben Projekten wie der ›Stadtteil-Oper‹, der ›Melodie des Lebens‹ und dem ›Club 443 Hz‹ gehören auch zahlreiche kleinere Begegnungen in Flur und Mensa, aber auch regelmäßige Probenbesuche oder die Zusammenarbeit mit den Streicher- und Bläserklassen zum Schul- und Orchesteralltag.

Seit 2015 ist das Zukunftslabor Teil des bundesweiten Programms ›Kunstlabor Musik‹, gefördert durch MUTIK gGmbH, gefördert durch die Stiftung Mercator. Insgesamt fünf Labore – Tanz, Literatur, Theater, Bildende Kunst und Musik – sind an dem Programm beteiligt. Das Ziel: gemeinsam künstlerische Formate und Methoden von hoher Qualität als probate Angebote an Schulen zu entwickeln. Das wertvolle Erfahrungswissen wird gesammelt, aufbereitet und in Form von Praxismaterialien für andere Schulen zugänglich gemacht. So trägt das ›Kunstlabor Musik‹ nachhaltig dazu bei, dass kulturelle Bildung allen Schülern auf qualitativ hohem Niveau ermöglicht werden kann.

Die Zukunftslabor-Formate

Gemeinsam produktiv

Unablässig sprudeln die Ideen im Zukunftslabor der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen und bringen die unterschiedlichsten Formate der ästhetischen Bildung hervor. Neben Konzert- und Probenbesuchen, Patenschaften zwischen Klassen und einzelnen Musikern, gibt es die gemeinsamen Showreihen ›Melodie des Lebens‹ und ›Club 443 Hz‹. Den Gipfelpunkt bildet die mittlerweile legendäre ›Stadtteil-Oper‹.

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Future Lab Tunisia

Vom Zukunftslabor zum Future Lab

Inspiriert durch den Erfolg in Bremen, entwickelt das Zukunftslabor in Kooperation mit der Kamel Lazaar Foundation seit 2017 das Future Lab Tunisia – ein Zukunftslabor nach Bremer Modell in Tunesien. Damit schaffen die Musiker*innen der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen das erste Mal eine Übertragung ihres Experiments in eine gänzlich andere kulturelle Situation.

Zum Future Lab Tunisia

Partizipatives Musiktheater

Eines für alle

Im Jahr 2017 richtete das Zukunftslabor eine Internationale Akademie zum Thema Partizipatives Musiktheater aus. Ausgewählte Vertreter von Kultur- und Bildungsinstitutionen, Künstler und Wissenschaftler werden mit einem Hospitations- und Reisestipendium gefördert. Das Prinzip der ›Stadtteil-Oper‹ hat sich im letzten Jahrzehnt als konsequente Form innerhalb des partizipativen Musiktheaters etabliert: In diesem neuen Genre werden alle Aspekte eines gesamtgesellschaftlich ausgerichteten Kulturbegriffs vereint. Die Akademie hat zum Ziel, die interdisziplinären Teilbereiche und ihren Wirkungsmechanismus für interessierte Institutionen erlebbar und übertragbar zu machen.

Internationale Akademie für Partizipatives Musiktheater (PDF)