• Di. 30.04.
  • 20.00 Uhr
  • Hamburg
    ·Laeiszhalle

Werke von Mendelssohn Bartholdy

Internationales Musikfest Hamburg

Programm

    • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847)
    • Suite aus ›Ein Sommernachtstraum‹ op. 61
    • Felix Mendelssohn Bartholdy
    • ›Die erste Walpurgisnacht‹ op. 60 MWV D 3

Alt

Renée Morloc

Renée Morloc absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Stuttgart und am Mozarteum Salzburg. Ihr Operndebüt als Erda in Wagners ›Siegfried‹ gab sie am Nationaltheater Mannheim. Von 1992 bis 1996 war sie an der Staatsoper Hannover engagiert. Derzeit ist sie Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Ihr Repertoire dort umfasst u. a. Partien wie Fricka im ›Ring‹, Herodias in ›Salome‹, Ms. Quickly in ›Falstaff‹ oder Geneviève in ›Pelléas et Mélisande‹. Vor allem mit der Partie der Amme in Richard Strauss’ ›Die Frau ohne Schatten› sowie als Klytämnestra in dessen ›Elektra‹ feierte sie in Düsseldorf sowie als Gast in Stuttgart, Leipzig, Frankfurt, bei den Maifestspielen Wiesbaden und in Catania, Sizilien, große Erfolge.

Darüber hinaus gastierte Morloc bereits an den Opernhäusern in Berlin, Helsinki, München, Dresden, Hamburg, Bern, Prag, Tel Aviv, Valencia, Tokio und Brüssel. 2007 debütierte sie als Larina in ›Eugen Onegin‹ bei den Salzburger Festspielen und kehrte 2012 als Stolzius’ Mutter in ›Die Soldaten‹ dorthin zurück – einer Partie, die sie ebenfalls in der Mailänder Scala sang. In der aktuellen Saison ist Morloc in ihrem Stammhaus in Düsseldorf u. a. als Fricka, Erda und Erste Norn in Wagners Der Ring des Nibelungen und als Gertrud in Humperdincks ›Hänsel und Gretel‹ zu erleben. Auch Morlocs Konzertrepertoire ist umfangreich und reicht von Bachs oratorischem Werk über Händel, Monteverdi oder Dvorak und das gesamte symphonische Werk Mahlers bis hin zum Requiem von Ligeti und von Verdi.

Bariton

Thomas E. Bauer

Thomas E. Bauer ist einer der faszinierendsten Vokalkünstler der Gegenwart. Begeistert wird er für die »virile Wucht«, »baritonale Klangschönheit« und »präzise Diktion« (Opernglas) seiner ausdrucksstarken Stimme gefeiert. Zuletzt war er zu erleben beim Beethovenfest Bonn mit Beethovens Liedzyklus ›An die ferne Geliebte‹, mit dem MDR Sinfonieorchester unter Simone Young und dem City of Birmingham Symphony Orchestra mit Jörg Widmanns Orchesterliedzyklus ›Das heiße Herz‹, mit Beethovens 9. Sinfonie mit dem Basler Kammerorchester unter Giovanni Antonini, mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Yu Long, Jukka-Pekka Saraste und Shao-Chia Lü mit Orchesterliedern von Mahler und mit Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg mit Bach-Kantaten. Zu aktuellen Saisonhöhepunkten zählt die Uraufführung der Benjamin-Sinfonie von Peter Ruzicka mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung des Komponisten.

Thomas E. Bauer war Artist-in-Residence des BOZAR Brüssel und hat konzertiert mit dem Boston Symphony Orchestra unter Bernard Haitink, Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, Orchestra Filarmonica della Scala unter Zubin Mehta, dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt and Riccardo Chailly und dem Tonhalleorchester Zürich. Bei den Salzburger Festspielen war er zuletzt unter Ingo Metzmacher in Schuberts Lazarus, in Schoenbergs Jakobsleiter in der Berliner Philharmonie zu erleben. Thomas E. Bauer sang die Uraufführung von Jörg Widmanns Oratorium ›ARCHE‹ unter der Leitung von Kent Nagano im Rahmen des Eröffnungskonzerts der Hamburger Elbphilharmonie. Auf der Opernbühne feierte er zuletzt in Zimmermanns ›Die Soldaten‹ am Teatro alla Scala große Erfolge. Mehrere Opern-Uraufführungen hat er bestritten.

Thomas E. Bauer, Initiator des preisgekrönten Konzerthauses Blaibach, erfuhr seine erste musikalische Erziehung bei den Regensburger Domspatzen und studierte später Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München.

Sopran

Anna-Sophie Brosig

Dirigent

Frieder Bernius

Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte Frieder Bernius 1968 mit der Gründung des Kammerchors Stuttgart – bis heute eines der führenden Ensembles seiner Art. Daneben leitet er vor allem das Barockorchester Stuttgart sowie die Hofkapelle Stuttgart, ein Spezialensemble für die Musik des frühen 19. Jahrhunderts, und die Klassische Philharmonie Stuttgart, die auf modernem Instrumentarium Werke des 19. bis 21. Jahrhunderts spielt. Ob Vokalwerke von Bach, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn – stets zielt die Arbeit von Bernius auf einen am Originalklang-Ideal orientierten und unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich dabei ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen.

Diese stilistische Vielseitigkeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Konzertreisen führen den Honorarprofessor der Musikhochschule Mannheim zu allen wichtigen internationalen Festivals. 1987 rief er die Internationalen Festtage Alter Musik Stuttgart ins Leben (seit 2004 Festival Stuttgart Barock), die die Stadt mit einem Schlag zu einem Zentrum der historisch informierten Aufführungspraxis machten. Darüber hinaus hat Bernius bisher rund 100 Einspielungen vorgelegt, die mit 40 internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Zum Mendelssohn-Jahr 2009 konnte er die zwölfteilige Gesamteinspielung des geistlichen Vokalwerks des Komponisten abschließen. Neben vielen weiteren Ehrungen erhielt Frieder Bernius für seine Verdienste um das deutsche Musikleben das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Tenor

David Fischer

Seit der Spielzeit 2017/18 ist David Fischer festes Mitglied im Soloensemble der Bonner Oper. Zudem gastiert er regelmäßig an der Oper Leipzig. Gleich in seiner ersten Spielzeit am Bonner Haus konnte er die Hauptrolle des John Whitcroft in der Uraufführung der Oper ›Geisterritter‹ von James Reynolds verkörpern, die ihn 2019 auch an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf führt. Darüber hinaus war er in Bonn als Rev. Horace Adams in Brittens ›Peter Grimes‹ unter der Regie von José Cura, als Remendado in Bizets ›Carmen‹ und auch als Pang in Puccinis ›Turandot‹ zu erleben. Im Rahmen der 48. Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker gab David Fischer 2015 am Theater Baden-Baden sein Operndebüt als Trémoloni in Offenbachs Opéra-bouffe ›La Princesse de Trébizonde‹. Das Jahr darauf reiste er mit dem Ensemble der Oper Bonn als Jaquino in Beethovens ›Fidelio‹ nach Daegu in Korea.

Seine rege Konzerttätigkeit führt den Tenor, der in Freiburg bei Reginaldo Pinheiro studierte und bei Brigitte Fassbaender Meisterkurse nahm, auch auf verschiedene europäische Bühnen. Beispielsweise sang er Bachs ›Johannes-Passion‹ mit dem NDR Chor und der Radiophilharmonie im Großen Sendesaal des NDR Hannover unter Chefdirigent Andrew Manze und gab zusammen mit Pauliina Tukiainen einen Liederabend beim Schweizer Festival classique des Haudères. Weitere gemeinsame Liederabende mit der finnischen Pianistin führten Fischer nach Genf und zum Schumannfest Bonn. Im Jahr 2016 errang der Tenor den Sieg bei dem großen internationalen Musikwettbewerbs Concours de Genève.

Bass

David Jerusalem

David Jerusalem ist gebürtiger Münchner. 2010 schloss er sein Gesangstudium an der Hochschule für Musik Nürnberg mit Bestnote ab. 2013 folgte sein mit Auszeichnung absolviertes Konzertexamen an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Meisterkurse, u. a. bei Brigitte Fassbaender, Dame Felicity Lott oder Edith Wiens runden seine Ausbildung ab. Von 2006 bis 2009 sang er zahlreiche Rollen in der Kammeroper München oder im Prinzregententheater München und gab Konzerte in der Meistersingerhalle Nürnberg oder in die Philharmonie am Gasteig. 2011 gastierte er bei den Tiroler Festspielen in Erl sowie als Elmiro in Rossinis ›Otello‹ bei den Festspielen Südtirol. Mehrfach war in Baden-Baden zu sehen, etwa mit der Dresdner Staatskapelle unter Christian Thielemann und als Geharnischter in ›Die Zauberflöte‹ mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

2012 debütierte David Jerusalem beim Schleswig-Holstein-Musikfestival als Timur in Puccinis ›Turandot‹ mit der NDR Radiophilharmonie. Seit der Saison 2012/13 ist er festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, wo er u. a. die Partien des Figaro in Mozarts ›Le nozze di Figaro‹ oder den Donner in Wagners ›Rheingold‹ sang. Auch auf internationalen Bühnen war der Bassbariton bereits zu hören, beispielsweise im Teatro Monumental in Madrid oder mit Bachs ›Matthäuspassion‹ und dem Noord Nederlands Orkest unter Michael Hofstetter auf Holland Tournee. Jerusalems Solo-Debüt-CD mit Balladen von Schubert und Loewe wurde für den ICMA 2018 als bestes ›Vocal Album‹ nominiert.

Chor

Stuttgarter Kammerchor

Der Kammerchor Stuttgart gilt als eines der besten Ensembles seiner Art. In den 50 Jahren seines Bestehens hat dessen Gründer und Dirigent Frieder Bernius den Chor zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung geformt. Das Repertoire des Chores reicht vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. »Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen«, schrieb etwa die ›Zeit‹ über dieses herausragende Vokalensemble. Nahezu als konkurrenzlos gelten die sängerische Brillanz, eine vollendete Intonationsreinheit und eine unübertroffende Plastizität der Textdeklamation.

So erhält das Ensemble Einladungen zu allen wichtigen europäischen Festivals und konzertiert in renommierten Konzerthäusern. Anlässlich des 1., 4., und 10. Weltsymposions für Chormusik war der Stuttgarter Chor nach Wien, Sydney und Seoul eingeladen. Seine weltweite Reputation dokumentieren seit 1988 zudem regelmäßige Nordamerika- und Asientourneen sowie eine Südamerika-Tournee. Seit 1984 ist das Spitzenensemble alle zwei Jahre außerdem in Israel zu Gast. 40 der insgesamt über 90 CD-Einspielungen – darunter auch solche mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen – wurden mit Auszeichnungen prämiert. Beispielsweise erhielt der Kammerchor im Jahr 2017 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Mendelssohn-CD ›Lieder im Freien zu singen‹.