• Sa. 18.05.
  • 20.00 Uhr
  • Fischerhude
    ·Buthmanns Hof

Stürme und Idyllen

3. Kammerkonzert

Werke von Beethoven und Wranitzky

Schon der Beginn wirft einen gleichsam aus den Schuhen: Ein wie eine Sturmböe dreinfahrendes Motiv prallt völlig unvermittelt auf eine klagende Melodie. Die Welt, in die Beethoven mit seinem von ihm selbst als ›Quartetto serioso‹ bezeichneten op. 95 führt, ist voller schmerzhafter Spannungen. Es ist ein krisenhaftes Werk, das mit seiner außergewöhnlichen Expressivität, seiner Rücksichtslosigkeit gegenüber Konventionen, einer herben Polyphonie und seinen harmonischen Kühnheiten an Grenzen führt.

Wie ein Gegenentwurf erscheint hierzu das Quartett op. 127. Schon die Es-Dur-Tonart lässt auf eine luzidere Stimmung schließen, eine Musik von heiligem Ernst, vergeistigter Schönheit, aber auch Idyllischem – eine Art »letzte Pastoralsymphonie«, wie der Komponist Vincent d’Indy bemerkte.

Von Beethoven äußerst geschätzt wurde der böhmische Komponist, Dirigent und Geiger Paul Wranitzky. Ihm übertrug er die Uraufführung seiner 1. Sinfonie, aus seinem Ballett ›Waldmädchen‹ entnahm er das Thema für die Klaviervariationen WoO 71, aber auch kompositorisch beeinflussten sich die beiden Künstler immer wieder.

Programm

    • Paul Wranitzky (1756–1808)
    • Streichquartett C-Dur op. 23 Nr. 1
    • Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    • Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95
    • Ludwig van Beethoven
    • Streichquartett Nr. 12 Es-Dur op. 127

Violine

Stefan Latzko

Stefan Latzkos Weg führte vom Bayerischen Landesjugendorchester über die Musikhochschulen München, Würzburg und Hannover bis zu einem Stipendium an der Juilliard School of Music in New York. Den Abschluss mit Auszeichnung und das Konzertexamen absolvierte er an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Prof.Rosa Fain.

Das Orchesterspiel ist bis heute seine Leidenschaft. Maßgeblich geprägt wurde es durch seine Mitgliedschaft in der Jungen Deutschen Philharmonie. Anschließend war er auch Mitglied im ›Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie‹. Von dort aus kam er 1989 zur Deutschen Kammer­philharmonie, die damals noch in Frankfurt residierte.

Neben dem Orchesterspiel ist Stefan Latzko ein begeisterter Kammermusiker, gründete er doch sein erstes festes Streichquartett schon während des Studiums.

Heute tritt er auch regelmäßig als Solist auf und gibt seine Erfahrungen als Lehrbeauftragter für Violine an der Hochschule für Künste Bremen sowie als Coach des Landesjugendorchesters Bremen weiter.

Violine

Emma Yoon

Emma Yoon, in Südkorea geboren, lernte mit fünf Jahren in Neuseeland das Geigenspiel. Während ihrer Schulzeit war sie Jungstudentin bei Stephen Larsen an der Pettman Junior Academy, bevor sie an der University of Canterbury (NZ) ihren Bachelor of Music erhielt. 2016 schloss sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover als Studentin von Frau Professor Kufferath mit einem Master of Music ab und qualifizierte sich für die weiterführende Solo-Klasse. Emma Yoon ist Gewinnerin nationaler Wettbewerbe in Neuseeland und war Stipendiatin des ROSL Arts/Pettman Scholarship. Sie hat an zahlreichen Meisterkursen teilgenommen und gab solistisch wie auch kammermusikalisch Konzerte in Europa, den USA und Neuseeland. 2015/16 spielte sie als Praktikantin in der NDR Radiophilharmonie.

Viola

Friederike Latzko

Friederike Latzko besuchte bereits während ihrer Schulzeit als Jungstudentin die Musikhochschule Köln und bekam dort intensivsten Kammermusikunterricht beim Amadeus-Quartett. Nach dem Abitur wechselte sie an die Hochschule der Künste in Berlin und sammelte dort in allen großen West-Berliner Orchestern weitere Ensemble-Erfahrung. Sie war Stipendiatin des DAAD, der Herbert von Karajan-Stiftung, Lehrbeauftragte, Dozentin beim Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie sowie Kammermusikpartnerin namhafter Solisten.

1980 gründete sie mit befreundeten Studenten Die Deutsche Kammer­philharmonie Bremen – damals zunächst unter dem Namen ›Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie‹, ab 1986 in Frankfurt dann ›Deutsche Kammer­philharmonie‹. Hier ist sie seit nunmehr über 30 Jahren Solobratschistin und engagierte Musikpädagogin.

Mit Mark Scheibe kreierte sie die ›Melodie des Lebens‹ und mit Rodrigo Blumenstock, Stefan Latzko und Gunther Schwiddessen das Orchesterprojekt ›Sinfonia Concertante‹, in dem Mitglieder der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen gemeinsam mit engagierten Amateuren musizieren.

Violoncello

Lynda Cortis

1986 in Hamburg geboren, studierte Lynda Anne Cortis Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Alexander Baillie, Stephan Schrader und Johannes Krebs. Im Juli 2014 schloss sie ihr Studium mit dem ›Master of Arts‹ ab.

Lynda Cortis ist mehrfache Preisträgerin des Sonderpreises des NDR-Symphonie-Orchesters und des Hans-Sikorski-Gedächtnis-Preises für die »beispielhafte Interpretation des Werkes eines lebenden Komponisten«.

Neben ihrem Soloprogramm ›Looping Lynda‹ unternimmt sie regelmäßig Konzertreisen mit dem ›Panufnik Trio‹ (Violoncello, Geige und Klavier) und ist Mitglied der European Chamber Music Academy und des etablierten Bremer Ensembles für Neue Musik ›Ensemble New Babylon‹, des.

Seit 2016 ist sie Teil der Produktion ›Zeit – eine philosophische Attacke‹ im Bremer Figurentheater ›Mensch, Puppe!‹

Lynda Cortis spielt regelmäßig mit den Hamburger Symphonikern und der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen und unterrichtet als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Künste Bremen. Seit 2017 ist sie die neue Cellistin der Zweitbesetzung von ›Salut Salon‹.

Violine

Stefan Latzko

Stefan Latzkos Weg führte vom Bayerischen Landesjugendorchester über die Musikhochschulen München, Würzburg und Hannover bis zu einem Stipendium an der Juilliard School of Music in New York. Den Abschluss mit Auszeichnung und das Konzertexamen absolvierte er an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Prof.Rosa Fain.

Das Orchesterspiel ist bis heute seine Leidenschaft. Maßgeblich geprägt wurde es durch seine Mitgliedschaft in der Jungen Deutschen Philharmonie. Anschließend war er auch Mitglied im ›Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie‹. Von dort aus kam er 1989 zur Deutschen Kammer­philharmonie, die damals noch in Frankfurt residierte.

Neben dem Orchesterspiel ist Stefan Latzko ein begeisterter Kammermusiker, gründete er doch sein erstes festes Streichquartett schon während des Studiums.

Heute tritt er auch regelmäßig als Solist auf und gibt seine Erfahrungen als Lehrbeauftragter für Violine an der Hochschule für Künste Bremen sowie als Coach des Landesjugendorchesters Bremen weiter.

Viola

Friederike Latzko

Friederike Latzko besuchte bereits während ihrer Schulzeit als Jungstudentin die Musikhochschule Köln und bekam dort intensivsten Kammermusikunterricht beim Amadeus-Quartett. Nach dem Abitur wechselte sie an die Hochschule der Künste in Berlin und sammelte dort in allen großen West-Berliner Orchestern weitere Ensemble-Erfahrung. Sie war Stipendiatin des DAAD, der Herbert von Karajan-Stiftung, Lehrbeauftragte, Dozentin beim Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie sowie Kammermusikpartnerin namhafter Solisten.

1980 gründete sie mit befreundeten Studenten Die Deutsche Kammer­philharmonie Bremen – damals zunächst unter dem Namen ›Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie‹, ab 1986 in Frankfurt dann ›Deutsche Kammer­philharmonie‹. Hier ist sie seit nunmehr über 30 Jahren Solobratschistin und engagierte Musikpädagogin.

Mit Mark Scheibe kreierte sie die ›Melodie des Lebens‹ und mit Rodrigo Blumenstock, Stefan Latzko und Gunther Schwiddessen das Orchesterprojekt ›Sinfonia Concertante‹, in dem Mitglieder der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen gemeinsam mit engagierten Amateuren musizieren.