• Do. 23.05.
  • 20.00 Uhr
  • Bremen
    ·Die Glocke

Russisch romantisch

5. Premieren-Abonnementkonzert

Werke von Peter Tschaikowsky

Er ist vom Typ her eher still, fast scheu. Doch seine fantastische Spürnase ist permanent in Lauerstellung. Wenn Alexander Melnikov irgendwo außergewöhnliche Flügel wittert, nimmt er sofort die Fährte auf. Daher gilt der Russe völlig zu Recht als einer der universellsten Pianisten der Welt – als jemand, der auf historischen Instrumenten genauso brillant zurechtkommt wie auf dem modernen Konzertflügel. Er hat sich nie einem Einheitsklang verschrieben, sondern sucht immer wieder nach einem sehr persönlichen Zugang zu den großen Komponisten und ihren Werken. Daher liebt Melnikov auch das historisch informierte Musizieren. Insofern hat er für dieses Konzert mit Jérémie Rhorer einen idealen Partner. Der Franzose ist Cembalist, Organist und Dirigent. Da mag es überraschen, dass sich beide Musiker bei ihrem Bremer Gastspiel nicht bei Bach oder Mozart treffen, sondern bei Peter Tschaikowski, der als Inbegriff der russischen Romantik gilt. Neue Sichtweisen garantiert.

Programm

    • Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    • Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
    • Peter Iljitsch Tschaikowsky
    • Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ›Pathétique‹

Dirigent

Jérémie Rhorer

Jérémie Rhorer gilt als einer der intensivsten und intellektuell anspruchsvollsten Dirigenten seiner Generation. Der Gründer und Musikalische Leiter des Orchesters Le Cercle de l’Harmonie ist weltweit geschätzt für seinen einzigartigen und innovativen Ansatz, mit dem er seine Interpretationen erarbeitet. Als Schüler von Thierry Escaich zählt Jérémie Rhorer außerdem zu den bedeutenden zeitgenössischen Komponisten und ist Preisträger des Prix Pierre Cardin. Regelmäßig dirigiert Jérémie Rhorer einige der besten europäischen Orchester: das Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester in Leipzig, das Rotterdam Philharmonic, das Orchestre National de France und das Orchestre de Paris.

In der Saison 2017/18 war der Franzose zu Gast bei den renommiertesten internationalen Festivals, von Aix-en-Provence über Salzburg bis nach Edinburgh. Neben wichtigen Debüts, u. a. beim City of Birmingham Symphony Orchestra sowie beim Orchestre Symphonique de Montréal, trat Rhorer in Opernhäusern wie der Staatsoper in Wien, der Bayerischen Staatsoper in München und dem Teatro Real in Madrid auf. Am Théâtre des Champs-Elysées leitet er seit 2013 regelmäßig Neuproduktionen. Davon erhielt die DVD-Aufnahme von Poulencs ›Dialogues des carmélites‹ mit dem Philharmonia Orchestra den BBC Music Magazine Award 2016. Mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen pflegt Jérémie Rhorer seit Jahren eine enge Beziehung.

Klavier

Alexander Melnikov

Alexander Melnikov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium bei Lev Naumov und beschäftigte sich schon früh mit der historischen Aufführungspraxis. Der russische Pianist steht heute regelmäßig mit namhaften Ensembles für Alte Musik wie dem Freiburger Barockorchester, Musica Aeterna, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orchestre des Champs-Élysées auf der Bühne und ist ebenso bei renommierten Orchestern als Solist gefragt, u. a. beim Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Philadelphia Orchestra, NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Russian National Orchestra, BBC Philharmonic oder dem NHK Symphony. Er arbeitet zudem mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Paavo Järvi, Thomas Dausgaard oder Valery Gergiev.

Die intensive Pflege der Kammermusik ist für Melnikov ebenso unverzichtbarer Bestandteil seiner Arbeit, beispielsweise mit dem Cellisten Jean-Guihen Queyras und mit seiner langjährigen Duopartnerin Isabelle Faust. Die gemeinsame Gesamteinspielung sämtlicher Beethoven-Violinsonaten, die mit dem Gramophone Award ausgezeichnet und für den Grammy nominiert wurde, gilt als Referenzaufnahme. Auch Melnikovs Einspielungen der Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch wurden vom BBC Music Magazine als eine der 50 wichtigsten Aufnahmen aller Zeiten genannt. Seit 2017/18 präsentiert Alexander Melnikov mit dem Projekt ›Der Mann mit den vielen Klavieren‹ ein Programm, das auf verschiedenen historischen Instrumenten gespielt wird und den jeweiligen Stil der Zeit widerspiegelt. Höhepunkt in der Saison 2018/19 ist u. a. eine Residenz in der Londoner Wigmore Hall.

Dirigent

Jérémie Rhorer

Jérémie Rhorer gilt als einer der intensivsten und intellektuell anspruchsvollsten Dirigenten seiner Generation. Der Gründer und Musikalische Leiter des Orchesters Le Cercle de l’Harmonie ist weltweit geschätzt für seinen einzigartigen und innovativen Ansatz, mit dem er seine Interpretationen erarbeitet. Als Schüler von Thierry Escaich zählt Jérémie Rhorer außerdem zu den bedeutenden zeitgenössischen Komponisten und ist Preisträger des Prix Pierre Cardin. Regelmäßig dirigiert Jérémie Rhorer einige der besten europäischen Orchester: das Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester in Leipzig, das Rotterdam Philharmonic, das Orchestre National de France und das Orchestre de Paris.

In der Saison 2017/18 war der Franzose zu Gast bei den renommiertesten internationalen Festivals, von Aix-en-Provence über Salzburg bis nach Edinburgh. Neben wichtigen Debüts, u. a. beim City of Birmingham Symphony Orchestra sowie beim Orchestre Symphonique de Montréal, trat Rhorer in Opernhäusern wie der Staatsoper in Wien, der Bayerischen Staatsoper in München und dem Teatro Real in Madrid auf. Am Théâtre des Champs-Elysées leitet er seit 2013 regelmäßig Neuproduktionen. Davon erhielt die DVD-Aufnahme von Poulencs ›Dialogues des carmélites‹ mit dem Philharmonia Orchestra den BBC Music Magazine Award 2016. Mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen pflegt Jérémie Rhorer seit Jahren eine enge Beziehung.