• Mo. 15.03.
  • 20.00 Uhr
  • Bremen
    ·Die Glocke
  • Konzert entfällt

Ohne Grenzen

Werke von Rantala, Mozart und Poulenc

Sein Spiel sprengt alle Genre-Grenzen und basiert doch auf einem sicheren Fundament: einer höchst ausgereifte Klaviertechnik und untrüglichen Stilsicherheit. Feinfühlige Romantik kennen seine Kompositionen ebenso wie subtilen Humor. Radikale Wildheit und visionäre Freiheit treffen auf Swing und Blues. Iiro Rantala zeigt nicht nur, dass der Jazz auch in Skandinavien eine Heimat hat, sondern kann auch mit der Interpretation von Mozarts berühmtem A-Dur-Klavierkonzert begeistern.

Mit diesem und einem Paket aus eigenen Werken kehrt der finnische Pianist nun zur Deutschen Kammer­philharmonie Bremen zurück, mit der er 2017 das mit dem International Classical Music Award gekrönte Album ›Mozart, Bernstein, Lennon‹ einspielte, gefolgt von ›Iiro Rantala Playing Gershwin‹. Ein Juwel aus dem Schaffen Francis Poulencs beschließt mit dessen 1948 in London uraufgeführter Sinfonietta das Konzert: eine virtuos instrumentierte, den unverwechselbaren Witz und Charme des Franzosen versprühende Verneigung vor Mozart.

Programm

    • Iiro Rantala (*1970)
    • Solo piano compositions and a duet with Jaakko Kuusisto
    • Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    • Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488
    • Francis Poulenc (1899–1963)
    • Sinfonietta FP 141

Violine und Leitung

Jaakko Kuusisto

Klavier

Iiro Rantala

Der 1970 geborene und vielfach preisgekrönte Pianist gilt als »Naturereignis an den Tasten« (Jazzthing). Iiro Rantala beherrscht sein Instrument auf einzigartige Weise und verfügt über die Fähigkeit, Virtuosität mit viel Intelligenz, Gefühl und Humor meisterhaft zu verbinden. Rantala studierte Jazzpiano an der Sibelius-Akademie in Helsinki sowie klassisches Piano an der Manhattan School of Music. In seinem Heimatland ist er ein Superstar und Musikbotschafter mit eigener Fernsehsendung. Aber auch weit über die Grenzen Skandinaviens hinaus kennt man den mit einem Echo Jazz in der Kategorie ›Bester internationaler Pianist‹ ausgezeichneten Allrounder. Mit dem von ihm gegründeten Trio Töykeät spielte er bis 2006 an die 2300 Konzerte in über 40 Ländern und stellte mit seinen überraschenden Ideen vor allem den Tango regelrecht auf den Kopf.

Darüber hinaus komponierte Rantala Musik für zahlreiche Theaterstücke, Musicals sowie für einige Spielfilme. Seit 2011 leitet er das Jazz-Piano-Festival in Kapsäkki. Neben seiner Arbeit für Film, Fernsehen, Radio und als gefragter Solo-Künstler brachte Rantala ebenso zahlreiche großartige Alben hervor: Das 2011 erschienene Klavier-Album ›Lost Heroes‹ wurde als »Meisterwerk« (›Süddeutsche Zeitung‹) gefeiert und erhielt u. a. den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Auch seine Konzeptalben, auf denen Rantala sich sowohl mit der Musik von Johann Sebastian Bach als auch mit dem Werk John Lennons auseinandersetzt, zeigen seine Vielseitigkeit und sind mit Preisen bedacht.

Violine und Leitung

Jaakko Kuusisto