• Fr. 15.03.
  • 20.00 Uhr
  • Bremen
    ·Die Glocke

Nur das Beste zählt

1. Hanse II-Abonnementkonzert

Werke von Strawinski, Schumann und Haydn

In Amerika war er längst einer der Größten seiner Zunft. Doch in Europa kannten ihn nur Kenner. David Zinman, Schüler des legendären Pierre Monteux, übernahm 1995 das Zürcher Tonhalle-Orchester und prägte dessen künstlerischen Geschicke fast zwei Jahrzehnte lang. Mit Beethoven, Mahler und Strauss gelangen Zinman aufregende Werkzyklen, getreu seinem Motto: »Ich habe immer einen speziellen Zugang zur Musik.« Zinman kehrt nach langer Pause nun wieder in ein Abonnementkonzert der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen zurück. Seine Ansprüche? Nur die höchsten: »Ich analysiere die Leistung eines Orchesters wie ein Fußballtrainer, der aus seinem Team das Beste herausholen will.« Solist des Abends ist Maximilian Hornung, der seine Musiker-Berufung schon früh in sich spürte. Die Schule ließ er sausen, er studierte in Zürich und Berlin, war Solo-Cellist in München und konzertiert inzwischen freischaffend mit den bekanntesten Klangkörpern der Welt – nun auch in Bremen.

Programm

    • Igor Stravinsky (1882–1971)
    • Konzert in D für Streicher (›Basel‹)
    • Robert Schumann (1810–1856)
    • Violoncellokonzert a-Moll op. 129
    • Joseph Haydn (1732–1809)
    • Sinfonie Nr. 90 C-Dur Hob I:90

Violoncello

Maximilian Hornung

Mit seiner bestechenden Musikalität und instinktiven Stilsicherheit erobert der 1986 geborene Maximilian Hornung seit Jahren die Konzertpodien der Welt. Bereits früh machte der Musiker weitreichende Erfahrungen auf höchsten Niveau. Er studierte in Zürich und Berlin bei den renommierten Professoren Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. Mit 23 Jahren wurde Hornung Erster Solocellist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – eine Position, die unter Cellisten zu den begehrtesten überhaupt zählt.

Heute konzertiert Maximilian Hornung längst als Solist mit weltbekannten Klangkörpern wie dem London Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und den Bamberger Symphonikern unter Dirigenten wie Daniel Harding, Mariss Jansons, Bernard Haitink, Manfred Honeck und vielen anderen. Auch als Kammermusiker musiziert Hornung mit herausragenden Partnern wie Anne-Sophie Mutter, Hélène Grimaud, Daniil Trifonov oder Christian Tetzlaff. Neben den angesehensten Konzerthäusern wie etwa den Philharmonien Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam oder der Londoner Wigmore Hall gastiert Hornung zudem auf Festivals von Salzburg bis Hong Kong. Im September 2018 war er zudem künstlerischer Leiter des VivaCello Festivals in Liestal.

Seine umfangreiche und vielseitige Diskographie umfasst sowohl Solokonzerte als auch äußerst prominent besetzte kammermusikalische Einspielungen. Gleich für sein erstes Album erhielt er den Echo Klassik-Preis als Nachwuchskünstler des Jahres (Sony 2011). In der Saison 2019 gibt er sein Debüt mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen.

Dirigent

David Zinman

Der in New York geborene David Zinman war 19 Jahre beim Tonhalle –Orchesters in Zürich als musikalischer Leiter tätig. Seit dem Sommer 2014 ist Zinman dort Ehrendirigent. Er arbeitete bereits als musikalischer Leiter der Rotterdam Philharmonic, dem Orchestre Français des Jeunes oder Chefdirigent der Netherlands Chamber Orchestra.

Als gern gesehener Gast bei weltweit führenden Orchestern dirigiert er in der Saison 2018/19 das Eröffnungskonzert der Wiener Sinfoniker mit Gustav Mahlers 2. Sinfonie sowie das Orchestre national de Lyon, das Orchestre de Paris, das Konzerthaus Berlin und einige mehr. Zudem kehrt er zum Tonhalle-Orchester Zürich zurück, wo er sowohl als Dirigent auf der Bühne steht als auch seine nunmehr weltbekannten Meisterklassen abhält.

Für seine umfassende Discographie mit über 100 Aufnahmen erhielt David Zinman zahlreiche internationale Auszeichnungen wie den Grand Prix du Disques, den Gramophone Award oder den Deutsche Schallplattenpreis. Insbesondere seien die Aufnahmen der Beethoven-Sinfonien mit dem Tonhalle-Orchester Zürich genannt, die allein mit fünf Grammys honoriert wurden.

Im Jahr 2000 erhielt David Zinman den Titel ›Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres‹ vom französischen Kultusministerium, im Oktober 2002 den Kunstpreis der Stadt Zürich für seine herausragenden künstlerische Verdienste als erster Dirigent und Nicht-Schweizer, der diesen Preis je erhielt. 2008 wurde Zinman zudem für seine Verdienste mit dem Tonhalle-Orchester Zürich mit dem Midem Classical Artist of the Year ausgezeichnet.