Pierre-Laurent Aimard wurde 1957 in Lyon geboren und studierte am Pariser Konservatorium bei Yvonne Loriod sowie in London bei Maria Curcio. 1973 war er im Alter von 16 Jahren Gewinner des Messiaen-Wettbewerbs. Drei Jahre später wurde er von Pierre Boulez als Solo-Pianist des Ensemble Intercontemporain verpflichtet.
Er musiziert mit den bedeutendsten Orchestern unter Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Sir Simon Rattle und Riccardo Chailly. Als Pianist, musikalischer Leiter und Programmgestalter wurde er als ›Artist in Residence‹ von der Carnegie Hall und dem Lincoln Center New York eingeladen sowie neben anderen vom Konzerthaus Wien und der Berliner Philharmonie. Aimard ist außerdem Künstlerischer Leiter des renommierten Aldeburgh Festivals.
Er hat sehr eng mit zahlreichen der führenden zeitgenössischen Komponisten wie György Kurtag, Pierre Boulez, Elliott Carter und vielen anderen zusammen gearbeitet. Carters letztes Werk ›Epigrams‹ für Klaviertrio wurde für Pierre-Laurent Aimard geschrieben und beim Aldeburgh Festival 2013 uraufgeführt. Eine sehr lange Verbindung hatte er zu György Ligeti, dessen gesamtes Klavierwerk er aufgenommen hat.
Er hat 2005 den ›Royal Philharmonic Society’s Instrumentalist Award‹ erhalten und wurde von Musical America 2007 zum ›Instrumentalisten des Jahres‹ ernannt. Für ein online-Projekt des Klavierfestival Ruhr hat er umfangreiches Material zur Aufführungspraxis und zum Unterrichten der Klaviermusik Ligetis bereit gestellt.
Pierre-Laurent Aimard hat viele sehr erfolgreiche CDs veröffentlicht, darunter Bach’s ›Kunst der Fuge‹, die mit dem ›Diapason d’Or‹ und dem ›Choc du Monde de la Musique‹ ausgezeichnet wurde. Er erhielt außerdem den Echo Klassik, einen Grammy Award (2005) und den Ehrenpreis des Preises der deutschen Schallplattenkritik im Jahr 2009.