• Fr. 29.09.
  • 20.00 Uhr
  • Bremen
    ·Die ›Kammer-Philharmonie‹
    ·Gesamtschule Bremen-Ost

Neues aus alten Formen

4. Kammerkonzert

Werke von Dvořák und Schubert

Noch kaum bekannt war Antonín Dvořák als er 1875 gleich eine ganze Reihe höchst inspirierter Werke vorlegte, darunter die Serenade op. 22. Original für Streichorchester komponiert, im 4. Kammerkonzert in einer Oktett-Bearbeitung erklingend, ist es ein Werk von einem beglückenden Melodienreichtum und einer geradezu serenen Heiterkeit, das Dvořák bewusst als Hommage an die großen Serenaden und Divertimenti Haydns und Mozarts dachte und doch sein ganz eigenes Kolorit hineingab: Eine verschwenderische Fülle an Themen, tänzerische Rhythmen, wie sie der Komponist so sehr liebte, aber auch eine zarte Innigkeit prägen dieses frühe Meisterwerk.

»Überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur großen Symphonie bahnen«, schrieb Schubert 1824 an seinen Freund Kupelwieser über sein neues Oktett – und komponierte eine Kammermusik, die sehr viel mehr als nur eine Studie zu einer Sinfonie ist: Als Pendant zu Beethovens Septett im Auftrag von Ferdinand Graf Troyer entstanden und mit seiner weiträumigen Anlage ebenfalls dem klassischen Divertimento verpflichtet, weist das Oktett mit seinem tiefernsten Charakter weit über eine Musik hinaus, die dazu bestimmt war, zu unterhalten.

Programm

    • Antonín Dvořák (1841–1904)
    • Oktett-Serenade op. 22 (Arr. Nicholas Ingman)
    • Franz Schubert (1797–1828)
    • Oktett in F-Dur D 803

Violine

Sarah Christian

Sarah Christian möchte die Vielfalt, ehrliche Emotion und Energie der klassischen Musik ihren Zuhörern vermitteln. In ihrem künstlerischen Leben genießt sie es, alle Einflüsse zu vereinen und auf nichts verzichten zu müssen: Solistin, Konzertmeisterin der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen, Kammermusikerin und künstlerische Leiterin einer Kammermusikreihe in ihrer Heimatstadt Augsburg. Dabei stellt sie den höchsten Anspruch an sich selbst. Ihr Fokus bei der Auseinandersetzung mit dem Notentext liegt immer auf dem Inhalt der Musik, dem sie sich stets mit großem Respekt nähert. Ihre wichtigste Lehrerin ist Antje Weithaas, bei der sie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin studierte und deren Assistentin sie war. Als Professorin betreut Sarah Christian eine eigene Klasse an der HMDK Stuttgart.

Zu ihren größten Wettbewerbserfolgen gehört der ARD-Musikwettbewerb 2017, aus dem sie als 2. Preisträgerin hervorging (ohne Vergabe des 1. Preises). Sie gewann auch den Publikumspreis und den Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters. Sarah Christian konzertierte in vielen Ländern Europas sowie in China, Japan, Südamerika und den USA. Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Auckland Philharmonia. Ihr Debüt in der Carnegie Hall mit dem Bayerischen Staatsorchester hatte Sarah Christian im März 2018. Ihre Debüt-CD (GENUIN, 2017) mit Prokofjews Sonate Nr. 1 f-Moll op. 80 und Schuberts Fantasie C-Dur wurde von der Presse hochgelobt: »Sarah Christians Solodebut ist schlichtweg fantastisch! Die Geigerin erweist sich als äußerst feinfühlige Interpretin, technisch ist sie ohnehin über allen Zweifel erhaben.« (klassik.com).

Violine

Emma Yoon

Aus Neuseeland stammend, begann Emma Yoon ihr Studium zunächst bei Stephen Larsen an der University of Canterbury in Christchurch. Ihr Master- und Konzertexamen absolvierte sie im Anschluss bei Professor Elisabeth Kufferath an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Ebenfalls in Hannover studierte sie Kammermusik bei Prof. Oliver Wille. Die Violinistin ist unter anderem Preisträgerin der New Zealand National Concerto Competition. Im Jahr 2010 gab sie ihr Solodebüt mit dem Christchurch Symphony Orchestra mit Samuel Barbers Violinkonzert. Emma Yoon ist auch begeisterte Kammermusikerin und arbeitet mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern wie Sarah Christian, Florian Donderer und Tanja Tetzlaff zusammen. Ihre jüngste Aufnahme, das Kammermusik-Album ›Jonny‹, wurde für einen Opus Klassik 2020 nominiert.

Sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin hat die Musikerin bereits in ganz Europa, Großbritannien, den USA und Neuseeland Konzerte gegeben und ist auf internationalen Festivals wie dem Edinburgh International Arts Festival, dem Rottweil Musikfestival Sommersprossen und dem Heidelberger Frühling aufgetreten. Von 2017 bis 2019 war sie Akademistin der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen, bevor sie festes Mitglied des Orchesters wurde und spielte als Konzertmeisterin in Ensembles wie der Kammer­philharmonie Landshut, Musica Assoluta und der Camerata Hamburg.

Darüber hinaus absolvierte sie ein Praktikum bei der NDR Radiophilharmonie Hannover und spielte als Stimmführerin in Ensembles wie der Kammer­philharmonie Landshut und der Camerata Hamburg. Seit 2018 ist Emma Yoon zudem Mitglied des Estonian Festival Orchestra, das mit Paavo Järvi beim Pärnu Music Festival in Estland arbeitet.

Viola

Yuko Hara

Yuko Hara (*1987 in New York) studierte an der Tokyo University of the Arts sowie am Konservatorium in Genf und an der Musik-Akademie Basel. Sie ist Preisträgerin des Lionel Tertis International Viola Competition und des Tokyo Musikwettbewerbs. Als Solistin trat sie mit dem Japan Philharmonic Orchestra auf und spielte u.a. beim NHK Symphony Orchestra in Tokyo, dem Orchester des Opernhauses Zürich (Mitglied der Orchester-Akademie von 2012-2014) und mit der Barockbratsche beim Orchestra La Scintilla in Zürich. Sie ist eine begeisterte Kammermusikerin, spielt regelmäßig in Streichquartetten und gewann den 3. Preis beim Internationalen Osaka Kammermusikwettbewerb. Seit 2016 ist sie Bratschistin des Ardeo Quartette in Paris.

Violoncello

Tanja Tetzlaff

Tanja Tetzlaff zählt als Solistin wie als Kammermusikerin zu den führenden Cellistinnen ihrer Generation. Ihr Repertoire ist weitgefächert und reicht von Standardwerken bis zu Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Ihr Studium absolvierte sie an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor Heinrich Schiff. Sie ist Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe, darunter der ARD-Wettbewerb, und arbeitete bereits mit zahlreichen renommierten Orchestern, u. a. dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre de Paris oder dem Cincinnati Symphony Orchestra sowie mit namhaften Dirigenten wie Lorin Maazel, Daniel Harding oder Vladimir Ashkenazy. Für das Label Neos spielte sie mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen die Cellokonzerte von Wolfgang Rihm und Ernst Toch ein.

In der vergangenen Saison trat Tanja Tetzlaff u. a. mit dem Iceland Symphony Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra Tokyo auf. 2018 ist sie als Artist in Residence bei den SWR Schwetzinger Festspielen gleich mehrfach zu erleben. Ihr besonderes Interesse gilt der Kammermusik. Regelmäßig spielt sie mit Christian Tetzlaff und Lars Vogt, konzertiert beim renommierten Heidelberger Frühling, den Festivals in Bergen, Baden-Baden und Edinburgh. Die gefragte Musikerin gehört zur Kernbesetzung des Heimbach-Festivals ›Spannungen‹ und ist Mitglied des Tetzlaff Quartetts, das sie 1994 zusammen mit Christian Tetzlaff, Elisabeth Kufferath und Hanna Weinmeister gründete. Bis 2018 war sie langjährige Solocellistin der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen.

Kontrabass

Juliane Bruckmann

Seit 2017 ist Juliane Bruckmann Mitglied der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen. Darüber hinaus musiziert sie als gern gesehener Gast in Orchestern wie dem Estonian Festival Orchestra, dem Kammerorchester Basel, dem Ensemble Resonanz, Les Siècles, Boston Early Music Festival Orchestra oder dem Tafelmusik Baroque Orchestra. Auch kammermusikalisch ist die Kontrabassistin regelmäßig zu erleben. Als Mitglied des Franz Ensembles, das 2020 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurde, konzertiert sie unter anderem bei renommierten Festivals, darunter beim Musikfest Bremen, bei den Gezeitenkonzerten in Ostfriesland oder dem Kissinger Sommer.

Als Jungstudentin erhielt Juliane Bruckmann Unterricht von Prof. Gottfried Engels in Köln und setzte anschließend ihr Studium bei Prof. Bozo Paradžik in Freiburg, Dane Roberts in Frankfurt und Joёlle Morton in Toronto fort. Während ihrer Studienzeit war Juliane Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der von Yehudi Menuhin ins Leben gerufenen Organisation Live Music Now. Sie war außerdem Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und Praktikantin im SWR Sinfonieorchester. Besonders am Herzen liegt Juliane die pädagogische und Musik vermittelnde Arbeit. So ist sie unter anderem Gründungsmitglied der Pädagogischen Arbeitsgemeinschaft Kontrabass (PAK) Deutschland e.V. und Mitgestalterin vieler Kooperationsprojekte der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen mit der Gesamtschule Bremen-Ost.

Klarinette

Maximilian Krome

Maximilian Krome ist seit April 2014 Klarinettist bei der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen. Er wurde 1988 in Höxter, Nordrhein-Westfalen geboren und studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Sein Studium schloss er bei Prof. Martin Spangenberg im Juni 2012 mit dem künstlerischen Diplom ab. Während dieser Zeit wurde er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.

Er ist mehrfacher Preisträger nationaler Wettbewerbe, sowie des Tunbridge Wells International Young Concert Artists Competition in England. Als Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben gab er Solokonzerte zur Eröffnung der Schwetzinger Mozartfestspiele, in der Essener Philharmonie, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth und in der Schweiz.

Der Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit liegt in der Mitwirkung in verschiedenen Kammermusikensembles, mit Auftritten beispielsweise beim Schleswig-Holstein Musikfestival, dem internationalen Musikfestival The Next Generation im Harenberg-Center Dortmund, in der Laeiszhalle Hamburg, der Kölner Philharmonie und auf Einladung der Academy in St.Martin-In-The-Fields in London.

Von 2012-2014 war Maximilian Krome Akademist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und spielt derzeit regelmäßig als Gast bei der Kammerakademie Potsdam, der Camerata Bern, sowie im Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Fagott

Rie Koyama

Die 1991 in Stuttgart geborene und Baden-Württemberg aufgewachsene Fagottistin entstammt einer japanischen Musikerfamilie. Ihr Studium absolvierte sie bei Prof. Akio Koyama in Trossingen und bei Prof. Dag Jensen in München. Rie Koyama spielt ihr Instrument mit einer Intensität, wie sie nur selten zu hören ist. Bis heute war die junge Musikerin bei 24 nationalen und internationalen Wettbewerben als Erstplatzierte erfolgreich, unter anderem beim The Muri Competition, dem Deutschen Musikwettbewerb, dem International Academic Oboe and Bassoon Competition in Łódź/Polen sowie dem Hochschulwettbewerb der deutschen Musikhochschulen. 2013 errang sie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD den 2. Preis in der Kategorie Fagott (bei Nichtvergabe des 1. Preises) sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition.

Rie Koyama war Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung, der Rohm Music Foundation in Japan und erhielt 2012 ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Als Solistin ist sie bereits mit renommierten internationalen Orchestern in Europa und Asien aufgetreten und regelmäßig bei bedeutenden Musikfestivals zu Gast. Zu ihren festen Kammermusikensembles gehört das Trio Walter, das Veits-Quintett sowie das Franz Ensemble. Rie Koyama spielte zahlreiche CDs mit Solokonzerten und Kammermusik ein; die nächste Solo-CD wird mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen produziert und voraussichtlich 2021 erscheinen. Seit 2015 September ist sie Solo-Fagottistin bei der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen.

Horn

Markus Künzig

Der Hornist Markus Künzig studierte an den Hochschulen in Würzburg und Stuttgart. Außerdem absolvierte er ein Ergänzungsstudium für Alte Musik im Fach Naturhorn an der Musikhochschule Leipzig. Während seines Studiums sammelte er Orchestererfahrungen in der Staatskapelle Weimar, am Stadttheater Würzburg und in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Seit seinem Studium widmet er sich auch der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen. Dazu gehören das Homilius Hornquartett und das Geraer Ensemble Dix.

Seine erste Anstellung erhielt Markus Künzig im Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera. Seit 2013 ist er Mitglied der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen.

Klavier

Matthias Kirschnereit

Matthias Kirschnereit zählt heute zu den spannendsten und erfolgreichsten deutschen Pianisten seiner Generation. Der ECHO Klassik-Preisträger gibt jährlich etwa 50 Konzerte und wird von der Süddeutschen Zeitung als »Poet am Klavier« gefeiert.

Verschiedene Wettbewerbserfolge wie dem Deutschen Musikwettbewerb, Concours Geza Anda Zürich, sowie Klavierwettbewerbe in Sydney und Pretoria) eröffneten Matthias Kirschnereit Anfang der 1990er Jahre seine internationale Konzertkarriere. Er konzertierte mit führenden Klangkörpern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, Het Residentie Orkest Den Haag, St. Petersburger Philharmoniker und vielen mehr. Er arbeitete mit Dirigenten wie Hartmut Haenchen, Bruno Weil, Christopher Hogwood oder Yuri Temirkanov.

Seine Konzerte sind in den bedeutendsten Sälen und Musikzentren der Welt zu erleben, so u.a. in der Philharmonie Berlin, dem Théâtre des Champs Elysées Paris, der Tonhalle Zürich, der Suntory Hall Tokio und dem Shanghai Oriental Art Center. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik. Unter seinen musikalischen Partnern finden sich Namen wie Christian Tetzlaff, Sharon Kam, das Klenke-, Vogler- und Verdi-Quartett und viele mehr.

Mittlerweile hat Matthias Kirschnereit über 30 CDs veröffentlicht, darunter Maßstab setzende Gesamteinspielungen der Klavierkonzerte Mozarts und Mendelssohns oder Referenzaufnahmen außergewöhnlichen Repertoires wie der Klavierkonzerte Julius Röntgens und der Orgelkonzerte Händels in einer eigenen Klavierfassung. Seine Solo- CDs mit Klavierwerken Robert Schumanns (›Scenen‹, 2010) und Franz Schuberts (›Wanderer Fantasie‹, 2012) wurden international gefeiert. Ebenso euphorisch begrüßte das Fono-Forum die jüngst erschienene Einspielung der ›Lieder ohne Worte‹ von Felix Mendelssohn- Bartholdy und dessen Schwester Fanny Hensel als »konkurrenzlos«. Diese CD bietet die erstmalige Gegenüberstellung sämtlicher ›Lieder ohne Worte‹ der beiden Geschwister in einer Gesamtschau.

Violine

Sarah Christian

Sarah Christian möchte die Vielfalt, ehrliche Emotion und Energie der klassischen Musik ihren Zuhörern vermitteln. In ihrem künstlerischen Leben genießt sie es, alle Einflüsse zu vereinen und auf nichts verzichten zu müssen: Solistin, Konzertmeisterin der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen, Kammermusikerin und künstlerische Leiterin einer Kammermusikreihe in ihrer Heimatstadt Augsburg. Dabei stellt sie den höchsten Anspruch an sich selbst. Ihr Fokus bei der Auseinandersetzung mit dem Notentext liegt immer auf dem Inhalt der Musik, dem sie sich stets mit großem Respekt nähert. Ihre wichtigste Lehrerin ist Antje Weithaas, bei der sie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin studierte und deren Assistentin sie war. Als Professorin betreut Sarah Christian eine eigene Klasse an der HMDK Stuttgart.

Zu ihren größten Wettbewerbserfolgen gehört der ARD-Musikwettbewerb 2017, aus dem sie als 2. Preisträgerin hervorging (ohne Vergabe des 1. Preises). Sie gewann auch den Publikumspreis und den Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters. Sarah Christian konzertierte in vielen Ländern Europas sowie in China, Japan, Südamerika und den USA. Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Auckland Philharmonia. Ihr Debüt in der Carnegie Hall mit dem Bayerischen Staatsorchester hatte Sarah Christian im März 2018. Ihre Debüt-CD (GENUIN, 2017) mit Prokofjews Sonate Nr. 1 f-Moll op. 80 und Schuberts Fantasie C-Dur wurde von der Presse hochgelobt: »Sarah Christians Solodebut ist schlichtweg fantastisch! Die Geigerin erweist sich als äußerst feinfühlige Interpretin, technisch ist sie ohnehin über allen Zweifel erhaben.« (klassik.com).

Viola

Yuko Hara

Yuko Hara (*1987 in New York) studierte an der Tokyo University of the Arts sowie am Konservatorium in Genf und an der Musik-Akademie Basel. Sie ist Preisträgerin des Lionel Tertis International Viola Competition und des Tokyo Musikwettbewerbs. Als Solistin trat sie mit dem Japan Philharmonic Orchestra auf und spielte u.a. beim NHK Symphony Orchestra in Tokyo, dem Orchester des Opernhauses Zürich (Mitglied der Orchester-Akademie von 2012-2014) und mit der Barockbratsche beim Orchestra La Scintilla in Zürich. Sie ist eine begeisterte Kammermusikerin, spielt regelmäßig in Streichquartetten und gewann den 3. Preis beim Internationalen Osaka Kammermusikwettbewerb. Seit 2016 ist sie Bratschistin des Ardeo Quartette in Paris.

Kontrabass

Juliane Bruckmann

Seit 2017 ist Juliane Bruckmann Mitglied der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen. Darüber hinaus musiziert sie als gern gesehener Gast in Orchestern wie dem Estonian Festival Orchestra, dem Kammerorchester Basel, dem Ensemble Resonanz, Les Siècles, Boston Early Music Festival Orchestra oder dem Tafelmusik Baroque Orchestra. Auch kammermusikalisch ist die Kontrabassistin regelmäßig zu erleben. Als Mitglied des Franz Ensembles, das 2020 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurde, konzertiert sie unter anderem bei renommierten Festivals, darunter beim Musikfest Bremen, bei den Gezeitenkonzerten in Ostfriesland oder dem Kissinger Sommer.

Als Jungstudentin erhielt Juliane Bruckmann Unterricht von Prof. Gottfried Engels in Köln und setzte anschließend ihr Studium bei Prof. Bozo Paradžik in Freiburg, Dane Roberts in Frankfurt und Joёlle Morton in Toronto fort. Während ihrer Studienzeit war Juliane Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der von Yehudi Menuhin ins Leben gerufenen Organisation Live Music Now. Sie war außerdem Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und Praktikantin im SWR Sinfonieorchester. Besonders am Herzen liegt Juliane die pädagogische und Musik vermittelnde Arbeit. So ist sie unter anderem Gründungsmitglied der Pädagogischen Arbeitsgemeinschaft Kontrabass (PAK) Deutschland e.V. und Mitgestalterin vieler Kooperationsprojekte der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen mit der Gesamtschule Bremen-Ost.

Fagott

Rie Koyama

Die 1991 in Stuttgart geborene und Baden-Württemberg aufgewachsene Fagottistin entstammt einer japanischen Musikerfamilie. Ihr Studium absolvierte sie bei Prof. Akio Koyama in Trossingen und bei Prof. Dag Jensen in München. Rie Koyama spielt ihr Instrument mit einer Intensität, wie sie nur selten zu hören ist. Bis heute war die junge Musikerin bei 24 nationalen und internationalen Wettbewerben als Erstplatzierte erfolgreich, unter anderem beim The Muri Competition, dem Deutschen Musikwettbewerb, dem International Academic Oboe and Bassoon Competition in Łódź/Polen sowie dem Hochschulwettbewerb der deutschen Musikhochschulen. 2013 errang sie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD den 2. Preis in der Kategorie Fagott (bei Nichtvergabe des 1. Preises) sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition.

Rie Koyama war Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung, der Rohm Music Foundation in Japan und erhielt 2012 ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Als Solistin ist sie bereits mit renommierten internationalen Orchestern in Europa und Asien aufgetreten und regelmäßig bei bedeutenden Musikfestivals zu Gast. Zu ihren festen Kammermusikensembles gehört das Trio Walter, das Veits-Quintett sowie das Franz Ensemble. Rie Koyama spielte zahlreiche CDs mit Solokonzerten und Kammermusik ein; die nächste Solo-CD wird mit der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen produziert und voraussichtlich 2021 erscheinen. Seit 2015 September ist sie Solo-Fagottistin bei der Deutschen Kammer­philharmonie Bremen.

Klavier

Matthias Kirschnereit

Matthias Kirschnereit zählt heute zu den spannendsten und erfolgreichsten deutschen Pianisten seiner Generation. Der ECHO Klassik-Preisträger gibt jährlich etwa 50 Konzerte und wird von der Süddeutschen Zeitung als »Poet am Klavier« gefeiert.

Verschiedene Wettbewerbserfolge wie dem Deutschen Musikwettbewerb, Concours Geza Anda Zürich, sowie Klavierwettbewerbe in Sydney und Pretoria) eröffneten Matthias Kirschnereit Anfang der 1990er Jahre seine internationale Konzertkarriere. Er konzertierte mit führenden Klangkörpern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, Het Residentie Orkest Den Haag, St. Petersburger Philharmoniker und vielen mehr. Er arbeitete mit Dirigenten wie Hartmut Haenchen, Bruno Weil, Christopher Hogwood oder Yuri Temirkanov.

Seine Konzerte sind in den bedeutendsten Sälen und Musikzentren der Welt zu erleben, so u.a. in der Philharmonie Berlin, dem Théâtre des Champs Elysées Paris, der Tonhalle Zürich, der Suntory Hall Tokio und dem Shanghai Oriental Art Center. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik. Unter seinen musikalischen Partnern finden sich Namen wie Christian Tetzlaff, Sharon Kam, das Klenke-, Vogler- und Verdi-Quartett und viele mehr.

Mittlerweile hat Matthias Kirschnereit über 30 CDs veröffentlicht, darunter Maßstab setzende Gesamteinspielungen der Klavierkonzerte Mozarts und Mendelssohns oder Referenzaufnahmen außergewöhnlichen Repertoires wie der Klavierkonzerte Julius Röntgens und der Orgelkonzerte Händels in einer eigenen Klavierfassung. Seine Solo- CDs mit Klavierwerken Robert Schumanns (›Scenen‹, 2010) und Franz Schuberts (›Wanderer Fantasie‹, 2012) wurden international gefeiert. Ebenso euphorisch begrüßte das Fono-Forum die jüngst erschienene Einspielung der ›Lieder ohne Worte‹ von Felix Mendelssohn- Bartholdy und dessen Schwester Fanny Hensel als »konkurrenzlos«. Diese CD bietet die erstmalige Gegenüberstellung sämtlicher ›Lieder ohne Worte‹ der beiden Geschwister in einer Gesamtschau.