Debüt einer Brückenbauerin
1. Hanse-Abonnement I-Konzert
Werke von Takemitsu, Strawinski und Brahms
Eigentlich wollte sie Kontrabass spielen, so wie Vater und Schwester. Aber ein Bass passte nicht mehr ins Auto, und daher wählte sie, ein paar Nummern kleiner, die Geige. Inzwischen ist Vilde Frang in die Phalanx der international erfolgreichen Geigerinnen aufgestiegen, mit dem klaren Ziel vor Augen: »Ich möchte mit meinem Instrument Brücken bauen.« In Bremen gibt sie nun ihr Debüt mit dem Violinkonzert von Igor Strawinski – ein Werk, das nicht so recht geschrieben werden wollte. Denn Strawinski sah sich als Nicht-Geiger und reagierte auf die entsprechende Offerte anfangs sehr zögerlich.
Skrupel hatte auch Johannes Brahms, der lange um seine erste Sinfonie rang. Als er endlich am Ziel schien, war er immer noch nicht glücklich. Nach der erfolgreichen Uraufführung 1876 stülpte Brahms den langsamen Satz noch einmal komplett um. Nun wird Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen dieses Werk im Rahmen ihres Brahms-Schwerpunktes präsentieren.