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Programm

  • Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840 - 1893)
  • Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
  • Peter Iljitsch Tschaikowsky
  • Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ›Pathétique‹
Er ist vom Typ her eher still, fast scheu. Doch seine fantastische Spürnase ist permanent in Lauerstellung. Wenn Alexander Melnikov irgendwo außergewöhnliche Flügel wittert, nimmt er sofort die Fährte auf. Daher gilt der Russe völlig zu Recht als einer der universellsten Pianisten der Welt – als jemand, der auf historischen Instrumenten genauso brillant zurechtkommt wie auf dem modernen Konzertflügel. Er hat sich nie einem Einheitsklang verschrieben, sondern sucht immer wieder nach einem sehr persönlichen Zugang zu den großen Komponisten und ihren Werken. Daher liebt Melnikov auch das historisch informierte Musizieren. Insofern hat er für dieses Konzert mit Jérémie Rhorer einen idealen Partner. Der Franzose ist Cembalist, Organist und Dirigent. Da mag es überraschen, dass sich beide Musiker bei ihrem Bremer Gastspiel nicht bei Bach oder Mozart treffen, sondern bei Peter Tschaikowsky, der als Inbegriff der russischen Romantik gilt. Neue Sichtweisen garantiert.

Musiker

Jérémie Rhorer

In seinen ergreifenden Auftritten kombiniert Jérémie Rhorer intellektuelle Präzision und Klarheit mit musikalischer Weitsicht .

Er dirigierte das Leipziger Gewandhausorchester, die Bamberger Sinfoniker, das Berliner Konzerthausorchester, das Rotterdam Philharmonic und Yomiruri Nippon (Tokio) sowie bei den BBC Proms, auf dem Festival in Aix-en-Provence und dem Edinburgh Festival.

Zahlreiche Dirigate führten ihn in den vergangenen Jahren zum Glyndebourne Festival, in die Wiener Staatsoper, in die Bayerische Staatsoper und zum Théâtre des Champs-Élysées, wo er 2013 Poulencs ›Dialogue des Carmelites‹ dirigierte. Die Oper, die gemeinsam mit dem Philharmonia Orchestra inszeniert wurde, erhielt den Preis des Syndicat des Critiques Françaises für die ›Beste Opernproduktion 2013‹. Rhorer trat bereits zwei Mal beim Mostly Mozart Festival New York auf. Highlights der Saison 2016/17 sind unter anderem Debuts mit dem Orchestre de Paris und der Netherlands Opera.

Jérémie Rhorer studierte am Conservatoire National Supérieur in Paris. Im Jahre 2005 gründete sein eigenes Orchester ›Le Cercle de l’Harmonie‹, mit dem er seither jährlich am Théâtre des Champs-Élysées aber auch beim Festival in Aix-en-Provence, auf dem Musikfest Bremen und im Brüsseler Bozar aufgetreten ist.

Als Komponist ist Rhorer Gewinner des Pierre-Cardin-Kompositionspreises der Akademie der schönen Künste.
Jérémie Rhorer

Jérémie Rhorer
© Luc Braquet



Alexander Melnikov

Alexander Melnikov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium bei Lev Naumov. Zu seinen musikalisch prägendsten Erlebnissen zählen die Begegnungen mit Svjatoslav Richter, der ihn regelmäßig zu seinen Festivals in Russland und Frankreich einlud. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb (1989) und dem Concours Musical Reine Elisabeth in Brüssel (1991).

Sehr früh begann Alexander Melnikov sich mit der historischen Aufführungspraxis auseinander zu setzen. Wesentliche Impulse erhielt er von Andreas Staier und von Alexei Lubimov, mit dem er in zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Regelmäßig steht er mit namhaften Ensembles für Alte Musik wie dem Freiburger Barockorchester, Musica Aeterna, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orchestre des Champs-Élysées auf der Bühne.

Unter den Orchestern, bei denen Alexander Melnikov als Solist gastierte, finden sich das Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Philadelphia Orchestra, NDR Elbphilharmonie Orchester, HR-Sinfonieorchester und Russian National Orchestra sowie die Münchner Philharmoniker, Rotterdam Philharmonic, BBC Philharmonic und NHK Symphony. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Teodor Currentzis, Charles Dutoit, Paavo Järvi, Thomas Dausgaard und Valery Gergiev zusammen.

Überaus wichtig sind ihm auch Kammermusikkonzerte mit seiner langjährigen festen Duopartnerin Isabelle Faust. Ihre gemeinsame Gesamteinspielung sämtlicher Beethoven-Violinsonaten wurde u.a. mit dem Gramophone Award und dem ECHO Klassik 2010 ausgezeichnet sowie für den Grammy nominiert.
Alexander Melnikov

Alexander Melnikov
© Molina Visuals




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Hamburger Abendblatt


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