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| Stephan Schrader, Violoncello | |||||||
| Was hat Dich zur Musik gebracht und warum spielst Du Dein Instrument? In unserer Familie wurde viel Musik gemacht; jedes der vier Geschwister spielte mindestens ein Instrument, ich spielte einige Zeit außer Cello (ich wollte es schon spielen, ehe meine Mutter es erlaubte: erst mußten die Füße beim Sitzen den Boden erreichen) auch Trompete (jahrelang mußte ich auf die Gelegenheit warten, bis in der Gemeinde ein Posaunenchor gegründet wurde, dem ich herrliche Freizeiten und Chorleiterlehrgänge verdanke), Klavier (unser Klavierlehrer kam jedes Wochenende, um Hausmusik zu machen; Salonmusik gehörte immer auch zum Repertoire) und Orgel (drei Jahre lang spielte ich regelmäßig in einer 66-Seelen-Gemeinde im Gottesdienst; Harmonielehre und Tonsatz gehörten zum wöchentlichen Unterricht). Mit 12 gründete ich mein erstes Streichquartett; vier Jahre lang erhielten wir wöchentlich kostenlosen Unterricht; mit dem Ensemble machte ich auch meine ersten Muggen (Adventstagung verheirateter Polizisten aus Nordrheinwestfalen). Mein Klavierlehrer sagte immer: Werde nie Musiker - nur, wenn Du nicht anders kannst! Tatsächlich interessierten mich auch Dramaturgie, Orgelbau oder Physik (früher wollte ich Kapitän werden). Der entscheidende Moment kam dann nach einer Schubert Streichquintett-Probe... | ![]() Stephan Schrader, Violoncello (Foto: Marcus Meyer) | ||||||
| Was ist der Anreiz für Dich pädagogische Projekte zu machen? Konzerte sind nur eine Form, Musik zu erleben oder zu teilen. Für viele Menschen gibt es bessere, gerade junge Menschen sind direkter zu erreichen, wenn sie selbst an den Klängen beteiligt sind. Mir macht es Spaß, immer wieder neu solche alternativen Wege zum Musikmachen und -Hören zu finden. Außerdem hält der Umgang mit Kindern und Jugendlichen jung - ich habe dabei schon viel gelernt! Wie bist Du neben der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musikalisch aktiv? Ich habe wohl schon mit fast allen Kollegen Kammermusik gemacht, aber als festes Ensemble besteht das Trio Davidoff: Klaviertrio mit Hozumi Murata und seiner Frau Momoko. Im Ensemble Parnassi Musici spiele ich Barockcello; jährlich entsteht eine CD (www.parnassimusici.com). In 2008 habe ich mit dem Jazzpianisten Felix Elsner zum ersten Mal improvisierte Musik aufgenommen: The Bird Variations, a Tribute to Charlie Parker. In meinem Solo-Programm ›Cello-Loop‹ spiele ich mit Hilfe eines Loopgerätes eigene vielstimmige Musik (mehr unter www.cello-loop.com). An der hfk unterrichte ich Cello seit 2003. Da mir das Unterrichten Spaß macht, organisiere ich regelmäßig Kurse für Studenten. Meinen Kollegen, die die Sinfonia Concertante gegründet haben, verdanke ich meinen ersten Kompositionsauftrag: im Herbst 2009 wurde das Stück für Klangstuhl, Cello-Loop und improvisierendes Orchester aufgeführt. | |||||||
![]() | Diese Seite wurde zuletzt geändert am 22.11.2011, 12:03 |