| ›Der Rhythmus erzählt‹
Achtung: Programmänderung!
Franz Schubert Sinfonie Nr. 6 C-Dur, D 589 Dimitrij Schostakowitsch Konzert für Violoncello Nr. 1 Es-Dur op. 107 Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
|  | 2. Premieren-Abokonzert
18.02.2008, 20:00 Uhr
Bremen, Die Glocke
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| Solisten
| Paavo Järvi, Dirigent Tanja Tetzlaff, Violoncello
| Programm
| In den Londoner Sinfonien erntet der Sinfoniker Haydn die Früchte seiner Umtriebigkeit. Merkmale des Spätstils manifestieren sich schon in der Sinfonie Nr. 88, der bedeutendsten aus der Zeit zwischen Paris und London. Schönheit und klare Architektur des Largo beeindruckten Beethoven so tief, dass er dessen Melodie mehrfach verwendete. Schostakowitsch greift auch in seinem Cello-Konzert auf klassische Formen zurück. Hier spricht ein spielerisch virtuoser Divertimento-Geist allerdings ohne ironische Untertöne. Das eröffnende ›Allegretto im Stil eines spaßhaften Marschs‹ markiert mit vitalem Staccato den Grundgestus. Farbige und effektvolle Virtuosität des anspruchsvollen Soloparts stehen neben liedhaften Passagen des Orchesters. Spätestens in seiner dritten Sinfonie kann sich Schubert von klassischen Formvorgaben befreien. Hier klingt die eigene Sprache des Komponisten an. Altes und Neues stehen nebeneinander, Überraschende Wendungen und selbstbewusste thematische Einfälle verweisen auf ein junges Genie. Überraschend: Der Liedkomponist Schubert meidet empfindsame Melodik und sucht in einer poetisch luftigen Instrumentierung seinen Weg.
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