| ›Kunst der Variation‹
Robert Schumann Konzert für Violine d-Moll WoO 23 Wolfgang Rihm Konzert für Cello und Orchester in einem Satz Johannes Brahms Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op.56a
davor Genial! 18:00 Uhr, Bremen, MOKS
|  | 5. Premieren-Abokonzert
15.06.2012, 20:00 Uhr
Bremen, Die Glocke
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Jonathan Stockhammer, Dirigent Carolin Widmann, Violine Tanja Tetzlaff, Violoncello
| Programm
| Robert Schumanns Violinkonzert d-Moll galt lange unspielbar. Bis heute stellt es neben seinen technisch Ansprüchen vor allem in der Tempo-Frage eine Herausforderung dar. Insbesondere der letzte Satz im Charakter einer Polonaise verlangt nicht die große solistische Geste mit Rausschmeißer-Qualität, sondern subtile Virtuosität. Mit seinem transparenten Orchesterbild bestimmt das Werk den Begriff des Konzertierens neu. Mit seinen Haydn-Variationen kehrte Brahms zur frühen Klassik zurück. Räumlich war er ihr, inzwischen in Wien ansässig, näher gerückt, musikalisch stand er ihr mit größerer Selbstständigkeit gegenüber. Seine Haydn-Adaption eröffnete den Weg zur Sinfonie. Den Gesang als zentrale Kategorie der Musik thematisiert Wolfgang Rihm in seinem Konzert für Cello und Orchester in einem Satz. Eindringlichkeit und Direktheit der menschlichen Stimme treten hier instrumental auf, mit frei strömender Melodie, fortschreitend und ganzheitlich.
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