| ›Befreiungsschläge‹
Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83 Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
|  | 1. Highlight-Abokonzert
11.01.2008, 20:00 Uhr
Bremen, Die Glocke
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| Solisten
| Elisabeth Leonskaja, Klavier Lothar Zagrosek, Dirigent
| Programm
| Typisch Brahms: Auch wenn etwas gelungen war, äußerte er sich despektierlich. Er habe „ein ganz ein kleines Klavierkonzert geschrieben mit einem ganz einem kleinen zarten Scherzo”. Natürlich war das haltlos tiefgestapelt: In der Verschmelzung von Klavier und Orchester war niemand vor ihm weiter gegangen. Der Solopart seines Klavierkonzertes Nr. 2 geriet anspruchsvoll. Doch Brahms wollte auch beweisen, dass sich pianistische Delikatesse und kompositorischer Anspruch vertragen. Trotz formaler Eigenwilligkeit wurde das Werk schon bei der UrauffŸhrung ein Erfolg. Bekanntlich ließ sich Brahms mit dem sinfonischen Debüt Zeit. Trägt seine erste Sinfonie noch die Spuren eines mühevollen Fernduells mit dem Übermächtigen Beethoven, wirkt die zweite gelöster. Hier wachsen die sinfonischen Verläufe aus einem Motivkern heraus. Nicht der Einfall selbst, die Entwicklung prägt die Architektur des Werkes. Zum Haupt der Konservativen erklärt, war Brahms ein Moderner, wie nicht nur Schönberg befand. Das kammermusikalische Denken in seinen Orchesterwerken gilt heute als Tugend.
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