| ›Frühlingsgefühle‹
Robert Schumann Ouvertüre zu Die Braut von Messina op.100 Frédéric Chopin Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op.21 Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 B-Dur op.38 (›Frühlings-Sinfonie‹)
|  | 2. Highlight-Abokonzert
08.04.2010, 20:00 Uhr
Bremen, Die Glocke
| 
| Solisten
| Khatia Buniatishvili, Klavier Paavo Järvi, Dirigent
| Programm
| Chopin schrieb als Virtuose. Wer Brillanz und pianistische Politur schätzt, ist bei den Klavierkonzerten des Polen gut aufgehoben. Dass Chopin nicht im Sinne Beethovens dem Dialog von Orchester und Solist eine nachrangige Rolle zuwies, mindert keineswegs die musikalische Qualität. Der junge Komponist orientierte sich an der Belcanto-Oper und fand im Gestus der ausgreifenden Vokalstimme das Vorbild für seine frei schwebende, kristalline Melodieführung und einen poetisch dichten Ausdruck. Behutsam hatte sich Schumann an die sinfonische Gattung herangetastet, die Begegnung mit Schuberts C-Dur-Sinfonie löste den Knoten. So ist das Frühlingsmotiv in Schumanns B-Dur-Sinfonie auch als musikalischer Aufbruch zu hören. Naturschilderung sucht der Hörer vergebens, er findet persönliche Bekenntnisse. Tiefe Einfühlung kennzeichnet auch ›Die Braut von Messina‹: Mit prägnanter Leitmotivik wird der Untergang eines Herrschaftshauses sinnfällig.
|
| |