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›Faust II‹



Mitwirkende gesamt 500 Schüler auf der Bühne 270 Schüler hinter der Bühne 130 Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen 21 Musiker des Schülerorchesters der GSO 38 Coach-Musiker 12 Dirigenten 2 Lehrer 31 Paten 16 Unterstützende Institutionen 14 Zuschauer 3000 Szenische Probenstunden 400 Partitur (in kg) 3 Nationen in Osterholz-Tenever 90 Requisiten und Verpflegung Äpfel (in kg) 50 Brötchen 4000 Kostüme 281 Perücken 150 Toilettenpapierrollen 1367 Müllsäcke 4000 Wasser (in Liter) 23000

In einer Gemeinschaftsleistung von insgesamt 500 Beteiligtenüber die Dauer eines ganzen Schuljahres wurde im ›Zukunftslabor‹ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen an der Gesamtschule Bremen-Ost eine einzigartige Aufführung der Sprechoper ›Faust II‹ des Komponisten Karsten Gundermann mit überwältigendem Erfolg realisiert. Dabei waren der Weg dorthin und die dabei gemachtenErfahrungen fast wichtiger als die Aufführung selbst.

›Faust II‹ war nicht nur ein Schulprojekt oder ein Orchesterprojekt oder ein soziales Projekt – sondern es war all das zusammen und noch viel mehr. Und wie in einer musikalischen Partitur ist das Wichtigste das, was zwischen den Noten steht – und somit nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

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»Auf einmal stehen wir klassischen Musiker dort, wo wir eigentlich hingehören, wenn wir den Gehalt dessen,
was wir spielen auch wirklich ernst nehmen: mitten in der Gesellschaft. (…) Und auf einmal ist die Welt wieder offen und aufregend.«
Thomas Rietschel, Präsident der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst, Frankfurt am Main nach dem Besuch der
Premiere von ›Faust II‹

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Am Ende von Orchesterprojekten an Schulen steht immer die Frage, wie die langfristigen Auswirkungen sein werden oder ob es solche überhaupt gibt. Nach einem ganzen Jahr intensiver gemeinsamer Arbeit an ›Faust II‹ ist sicher, dass dieses Projekt alle Beteiligten auf neue, bisher unbekannte Weise gefordert hat, und dass es dadurch dauerhafte Veränderungen bei allen ausgelöst hat. Menschen haben neue Interessen, Qualitäten und Talente an sich entdeckt oder haben nicht gekannte Reserven an Energie und Kreativität bei sich erlebt. Zahlreiche Kontakte zwischen Orchester oder Solisten und Schülern oder Stadtteil sind entstanden. Aber auch viele Begegnungen und viel Austausch innerhalb des Stadtteils sind durch ›Faust II‹ angeregt worden und werden sicher bleibende Wirkung haben.

In Tenever, in ganz Bremen und weit darüber hinaus hat dieser ›Faust II‹ große Aufmerksamkeit erregt und viel Bewunderung und Anerkennung erfahren.

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»Und so wurde am Ende von den Rängen skandiert: ›Wir sind stolz auf Osterholz!‹ (…) Julia Haeblers Inszenierung ist so, wie der Multi-Kulti-Stadtteil Tenever selbst, ein Happening,bunt, prall und lebendig.«
(Weser Kurier, 13.06.09)

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Allen Beteiligten ist klar, dass ›Faust II‹ eine Fortsetzung haben soll. Wenn nicht bei Goethe, dann aber doch in Bremen-Tenever und vielleicht – wie die umjubelten Beethoven-Interpretationen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen – auch auf internationalen Tourneen.









Fotos: Jörg Sarbach




Ein Stadtteil als Bühne. Die Wirkung bei Nacht war faszinierend.



Gaststar Dominique Horwitz als Faust




Schüler der GSO treffen Profis – hier die Helena (Etta Scollo)



Mateng Pollkläsener faszinierte in seiner Verkörperung des Narren



Der Komponist der Oper und die Seele von ›Faust II‹ Karsten Gundermann genießt den Erfolg


Zum SeitenanfangDiese Seite wurde zuletzt geändert am 29.04.2010, 10:52