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| Ulrike Rüben, Violoncello
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 | Was war das schönste Erlebnis in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen für Dich?
Unsere erste Tournee mit Gidon Kremer durch Japan und auch Amerika. Zunächst hatte ich etwas Muffensausen, daß so viele Mozart Violinkonzerte hintereinander, zum berühmt berüchtigtem immer wieder Abspulen degradiert würden. Da wurde ich aber gründlich eines Besseren belehrt! Es war jedes Mal ein komplett neues Erlebnis. Eigentlich hatte ich das Gefühl, auf jeder neuen Bühne einen neuen Dialog mit dem Solisten rund um das Thema ›Mozart‹ zu führen. Dieses Erlebnis hat dazu geführt, daß ich normalerweise Solokonzerte rund um Mozart lieber ohne Dirigenten spiele, weil es so herrlich ist mit den Solisten in direktem Kontakt zu stehen.
Wie bist Du neben der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musikalisch aktiv?
Ich freue mich, wenn ich auch mal mit meinem Barockcello, oder meiner Gambe bei Konzerten mitwirken kann, oder überhaupt auch mal mit Musikern außerhalb meines Orchesters spielen kann. Ich unterrichte Cello und Gambe, und keine Stunde verfliegt für mich schneller als eine Unterrichtsstunde. Manchmal leite ich Cellogruppenproben z.B. im Landesjugendorchester. Meinen Gesangsunterricht habe ich leider wieder aufgegeben.
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Ulrike Rüben, Violoncello
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 | Was ist der Anreiz für Dich pädagogische Projekte zu machen?
Da wir viel auf Reisen sind, kann ich nicht so ganz regelmäßig Cellounterricht geben. Deshalb habe ich fast nur Erwachsene oder fast Erwachsene unterrichtet. Daher ist im Laufe der Zeit fast schon eine Art Sehnsucht entstanden, auch mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu sein. Bei den pädagogischen Projekten wird nicht nur mein Cellospielen gefordert, sondern alle anderen musikalischen, pädagogischen, menschlichen Antennen müssen auch ausgefahren werden. Das empfinde ich jedesmal aufs Neue als große aufregende Herausforderung.
Wie fühlst Du Dich in Bremen?
Nachdem ich meine Schulzeit in Lörrach, meine Studienzeit in Freiburg und Berlin, die ersten sechs Jahre Kammerphilharmonie (nebst Gambenstudium) in Frankfurt verbracht habe, war eigentlich Bremen genau die Stadt in die ich gerne ziehen wollte, genau wie die Bremer Stadtmusikanten! Ich hatte in Bremen ein paar Kurse an der ›Akademie für Alte Musik‹ besucht, und war begeistert von der Stadt. Besonders das ›Viertel‹ hatte es mir angetan. Nun wohne ich in Findorff und fühle mich in meiner Nachbarschaft außerordentlich wohl. Für mich als leidenschaftliche Fahrradfahrerin (ich habe zwar meinen Führerschein mit 18 gemacht, aber nie ein Auto besessen), ist Bremen ein ideales Pflaster. Zur GSO ist es jetzt zwar sehr weit mit dem Fahrrad, aber ab und zu radele ich doch die ganze (wider Erwarten) herrliche Strecke (durch Schrebergärten etc.). Dauert eine Stunde. Meistens jedoch radele ich eine Teilstrecke durch den Bürgerpark und steige dann in die Straßenbahn, oder ins Auto eines Kollegen. A propos Bürgerpark: Auf Yoga im Bürgerpark freue ich mich jeden Sommer aufs Neue! Als begeisterte Tangotänzerin kommt man in Bremen auch voll auf seine Kosten!
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