 | Wie bist Du zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gekommen?
Während meines Studiums in Wien war ich Mitglied des Wiener Kammerorchesters geworden, hatte somit einschlägige Erfahrungen. Am Liebsten hätte ich professionell Streichquartett gespielt. In Ermangelung einer geeigneten Konstellation erwog ich, mich um Orchesterstellen zu bewerben, da kam 1986 die Nachricht von der Gründung eines neuen Kammerorchesters in Frankfurt von vermutlich gleichgesinnten jungen Kollegen gerade im rechten Moment.
Wie bist Du neben der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musikalisch aktiv?
Natürlich in der Kammermusik, in unserer Reihe mit Radio Bremen und als Mitglied des Ensemble Lesmona. Seit Daniel Harding unser Chefdirigent wurde und erst recht mit Paavo Järvi begeistert mich, was ein richtig guter Dirigent zu bewegen imstande ist. So entstand der Wunsch selber etwas davon zu lernen. 2005 begann ich Dirigierkurse zu besuchen und regelmäßig Unterricht zu nehmen. Im Frühjahr 2007 ereignete sich der Glücksfall, dass ich die Leitung eines ausgezeichneten Laienorchesters, der Camerata Instrumentale Bremen-Nord, übernehmen durfte. Ab 2009 übernehme ich die Leitung des KindermusikCamp der Jeunesse Österreich. Einmal jährlich mache ich je einen Kammermusikkurs für Schüler und einen für Laien.
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Jörg Assmann, Violine
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 | Was ist das Besondere an diesem Orchester?
Der Anspruch eines jeden, wie in der Kammermusik Verantwortung für das Ganze zu tragen. Die gemeinsame Entwicklung über einen langen Zeitraum, woraus sich ergibt weitgehend selbstverständlich eine gemeinsame musikalische Sprache, aber auch nach vielen positiven und negativen Erfahrungen ein respektvoller bis freundschaftlicher Umgang miteinander.
Was machst Du wenn Du nicht Musik machst?
Seit einigen Jahren laufe ich regelmäßig, zu Hause und unterwegs, was das ungesunde Reisen deutlich erträglicher macht. Inzwischen habe ich mehrere Marathons bestritten. Ansonsten genieße ich es zu Hause zu sein, bei meiner Familie: Frühstück machen für die Schulkinder, Brotbacken, Einkäufe. Einen großen Raum nimmt Büroarbeit ein als selbständiger ›Unternehmer‹ und als wirtschaftlich Verantwortlicher des Unternehmens Familie.
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