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›Inventio 2008‹ an Albert Schmitt

Die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Deutschen Musikrats Prof. Dr. Hans Bäßler zeichnet in diesem Jahr zwei Persönlichkeiten aus dem Musikleben für ihren besonderen Einsatz in der musikalischen Breitenbildung aus. Den Sonderpreis ›Verantwortung für die Musik in der Gesellschaft‹ erhalten in diesem Jahr Prof. Ernst Elitz, der Gründungsintendant des Deutschlandradio, sowie Albert Schmitt, Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

»Ernst Elitz wird für sein Engagement bei der breitenwirksamen Vermittlung von musikalischen Themen geehrt. Seine exzellente Programmgestaltung hat der musikalischen Bildung eine Heimat in einer der ersten Adressen der Deutschen Medienlandschaft gegeben«, kommentiert das Jurymitglied Prof. Asmus J. Hintz.
Albert Schmitt erhält den Sonderpreis für sein Engagement in der kulturellen Basisarbeit.

»Albert Schmitt hat sich mit seinem Engagement hohe Verdienste um die Kultur- und Musikerziehung erworben. Durch den Einzug
der Kammerphilharmonie in die Gesamtschule-Ost des sozial benachteiligten Bremer Stadtteils Osterholz-Tenever ermöglichte er eine beispiellose Zusammenarbeit von Profimusikern und jungen Menschen«, so Prof. Dr. Hans Bäßler, Vizepräsident des Deutschen Musikrates und Juryvorsitzender.

Der Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen entwickelt seit vielen Jahren mit hoher Selbstverständlichkeit musikpädagogische Projekte oder treibt sie voran. Darunter ›Erfindungen‹ wie die ›Musikalische Schnitzeljagd‹ und Erfolgsmodelle wie ›Response‹ oder die ›Melodie des Lebens‹. In der besonderen Situation der ›Wohngemeinschaft‹ von Orchester und Schule hat er mit hohem persönlichem Einsatz seine Vision des ›Zukunftslabors‹ realisiert. Ein erstklassiger Proben- und Aufnahmeraum in scheinbar ›unpassender‹ Umgebung ist zu einem kulturellen Zentrum von großer Strahlkraft geworden. Die von Albert Schmitt wesentlich mitentwickelten Aktivitäten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen in der Gesamtschule-Ost begreifen Musik als Katalysator, der die Begegnung verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche wie Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Bildung und Soziales sowie der verschiedensten Kulturen und Religionen anregt. Kultur wird dadurch zum Entwicklungsmotor, der helfen soll, die Lebensbedingungen von einzelnen Menschen wie von Gemeinschaften zu verbessern.

Vorläufiger Höhepunkt der zahlreichen gemeinsamen Projekte des Zukunftslabors ist die szenische Aufführung der Sprechoper ›Faust II‹ des Komponisten Karsten Gundermann. Mit den Gaststars Dominique Horwitz und Etta Scollo werden 400 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen diese einzigartige Fassung des ›Faust II‹ am 11. und 12. Juni 2009 open air zur Aufführung bringen. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Menschen und Institutionen des Stadtteils Osterholz-Tenever.

Der Deutsche Musikrat und die Stiftung ›100 Jahre YAMAHA‹ e.V. zeichnen mit dem INVENTIO 2008 bereits zum fünften Mal innovative musikpädagogische Projekte aus. Ziel des Förderpreises ist es, auf die Bedeutung musikalischer Breitenbildung für die gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen. Der INVENTIO soll musikpädagogische Innovationen in ihrem Wirken unterstützen und aktiv Anreize geben, damit immer neue Projekte erfolgreich entstehen.



Albert Schmitt, Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
(Photo: Julia Baier)

Logo: Inventio 2008

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