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| Die ›Kammer-Philharmonie‹ | |||||||
| Neues Zuhause in der Gesamtschule Bremen-Ost - Ein weltklasse Orchester in der Schule, wo gibt's denn so was? Auf den ersten Blick erscheint es denkbar unpassend, dass der Ort, an dem der Geist der Kammphilharmonie sich erdet, ausgerechnet mitten in einer Gesamtschule liegt, um so mehr als diese in Osterholz beheimatet ist, einem Stadtteil, der bislang nicht durch glamouröse Schlagzeilen aufgefallen ist. Aber wer den Geist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen kennt und damit den Grund für ihren Erfolg, der weiß, dass für diese Musiker nichts so ist wie es scheint. Probleme bedeuten Chancen. Schwierigkeiten sind Herausforderungen. Ludwig van Beethoven (»ich will dem Schicksal in den Rachen greifen«) ist ein Seelenverwandter. In der Kulturlandschaft ist Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen seit jeher ein Begriff für Innovation. Dies beweist sie immer wieder durch ihre einzigartige Orchesterstruktur, Unternehmensphilosophie und Management, aber auch durch zukunftsweisende Projekte wie dem ›5-Sekunden-Modell‹, einem Management-Training für Hochleistungs-Teams und in musikalischer Hinsicht mit zahlreichen cross-over Projekten, aber auch dem ›Beethoven-Projekt‹, dass den Kern der Zusammenarbeit des Orchesters mit Paavo Järvi bildet und bereits sagenhafte Erfolge mit sich brachte. ![]() Foto: Der Tageslicht durchflutete Probensaal Innovation ist keine Abteilung im Unternehmen, sondern eine Haltung. Diese Überzeugung hat Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen in 2007 mit ihrer Niederlassung in der Gesamtschule Ost endgültig verinnerlicht. Damit nimmt Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen als weltweit erstes Orchester ihren Sitz mitten in einer Gesamtschule, darüber hinaus in einem Stadtteil mit 25 Prozent Arbeitslosigkeit und etwa gleich hoher Anzahl von Mitbürgern mit Migrations- hintergrund. Arbeit mit und in Schulen ist den Musikern seit der Gründung des Orchesters vertraut, aber das Niederlassen in einer Schule bringt natürlich völlig andere Herausforderungen und Chancen für Musiker, Schüler, Eltern, Lehrer und Stadtteil. Die Nachhaltigkeit solcher Projekte bekommt eine völlig andere Qualität. Über Jahre waren auch Ausflüge des Orchesters in andere Grenzbereiche, wie Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung oder Soziales an der Tagesordnung - nun machen sie ernst mit einem neuen Kulturbegriff. | ![]() Foto: Blick von der Galerie Kultur wird konsequent als Entwicklungsmotor verstanden - für die Entwicklung einzelner Menschen, sowohl Musiker als auch Schüler, Lehrer, Eltern, Hörer etc., aber auch als Motor der Entwicklung von Gemeinschaften, wie dem Orchester, der Schule, dem Stadtteil oder der Stadtgemeinde. Die Verortung im laufenden Schulbetrieb mit räumlichen Gegebenheiten, die mehrere Proben- und Seminarräume umfassen, aber auch einem vollgültigen Konzertsaal, der akustisch so konzipiert ist, dass er auch als Aufnahmestudio für CD-Produktionen in state of the art technology funktioniert, ist einzigartig und birgt einmalige Chancen. Allein die Ausgestaltung dieser Begegnung ist Projekt in sich, mit vielfältigen Wirkungsebenen in beide Richtungen. Auf dieser Basis lassen sich darüber hinaus Projekte entwickeln, die die Schule in all ihren Facetten einbeziehen und weit darüber hinaus in den Stadtteil ausstrahlen. Projekte, die Kraft haben, Leben von Menschen im positiven Sinne zu verändern, die Sinn stiften, Lebensfreude vermitteln, Leistungsdenken und Chancenorientierungen beleben, aber auch Projekte, die Grenzen überschreiten, ja Grenzen überwinden helfen. Nicht nur die Begrenzungen zwischen unterschiedlichen Kulturen oder Religionen, auch die Grenzen zu anderen Bereichen, ob Bildung, Erziehung, Wissenschaft, Wirtschaft, Städtebau, Stadtentwicklung, Soziales oder innere Sicherheit. Auftakt: ›Dance4Life‹ mit Royston Maldoom Begonnen hat diese Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Ost bereits in dem Projekt ›Dance4Life‹. Dabei brachte das Orchester im November 2006 zusammen mit den Schülern der Gesamtschule die Tanzproduktion ›Das Treffen‹ in der Choreographie von Royston Maldoom zur Aufführung. Maldoom ist zuletzt durch die Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle bekannt geworden, die in dem erfolgreichen Kinofi lm ›Rhythm is it!‹ dokumentiert ist. Nun arbeitete Maldoom erstmals in Bremen. - Ein verheißungsvoller Start für eine ganz neue Partnerschaft von Schule und Orchester. Musiker, Schüler und Lehrer sind sehr gespannt, wohin sie diese Verbindung führen wird und was für konkrete weitere Projekte sich gemeinsam entwickeln lassen. Weitere Informationen zur Gesamtschule Bremen-Ost | ||||||
![]() | Diese Seite wurde zuletzt geändert am 25.03.2008, 12:50 |